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Finsterwalde: Die Niederlausitzer Gesellschaft auf Sinnsuche

Region | Von | 18. November 2019

Der „Rittersaal“ im Schloss Finsterwalde war Ort der Herbsttagung / Nach 27 Jahren solide Sanierung

Steffen Krestin

Sieht die Vereinslage skeptisch: Steffen Krestin Fotos: J.Heinrich

Finsterwalde (h.) Die Niederlausitzer Gesellschaft, Herausgeber der wissenschaftlichen Jahresschrift „Niederlausitzer Studien“, richtete ihre Herbsttagung letzten Sonnabend im Schloss Finsterwalde aus. Im „Rittersaal“, in den 1920er Jahren historisierend erneuert und heute Ort der Stadtverordnetensitzungen, begrüßte Frank Zimmermann als stellvertretender Bürgermeister die Wissenschaftler und Hobbyhistoriker. Er berichtete, dass Ende diesen Jahres mit den letzten Prüfsiegeln nach 27 Jahren die aufwändige Rekonstruktion des zweihöfigen Schlosses beendet sein wird. Rainer Ernst schilderte die recht bewegte Geschichte des Schlosses im nicht immer zur Niederlausitz gehörenden Finsterwalde. In einer Führung konnten Relikte früheren Glanzes entdeckt werden. Zuvor hatte Dr. Gerd Günther über Verteidigungsstrategien der Burgen im ebenen Lande referiert. Seine Ergebnisse langjähriger Flurnamenforschung mit toponomastischer Auswertung haben zur Promotion geführt.
Teil der Tagung war die Mitgliederversammlung, die sich mit der personellen Situation und der Perspektive des traditionsreichen Vereins befasste. Der Verein sieht sich als Nachfolger der1884 gegründeten Anthropologischen Gesellschaft, deren Ehrenmitglied von Beginn an der Berliner Pathologe und Archäologe Prof. Rudolf Virchow war. Auch in DDR-Zeiten leisteten ihre Mitglieder neben der Bearbeitung der Geschichte der Arbeiterbewegung Bedeutendes, etwa im Bereich der Archäologie im Vorfeld der Tagebaue.
Aktuell sieht sich der nun langjährige Vorsitzende Steffen Krestin, Chef des Cottbuser Stadtmuseums, durch übermäßige Verwaltungsanforderungen bedrängt. Mittelfristig wurde die Auslöschung der Gesellschaft erwägt. Das löste bei aktiven Mitgliedern Überlegungen aus, den Sinn der Tätigkeit zu überdenken und offensiver zu arbeiten.

Gesellschaft Niederlausitz

Mitglieder und Tagungsgäste der Niederlausitzer Gesellschaft machten sich ein Bild von der aufwändigen Restaurierung des Schlosses Finsterwalde, im Vordergrund der Vortragende Rainer Ernst



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