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Georgenbergkapelle soll auferstehen

Georgenbergkapelle soll auferstehen
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Georgenbergkapelle soll auferstehen

10. Juni 2016 | Von | Kategorie: Spremberg |

Georgenbergkapelle soll auferstehen

Die alte Georgenbergkapelle, aufgenommen am Freitag, 10. Oktober 1958 Foto: Curt Lissmann

Laga-Verein will ehemaliges Kirchlein auf dem Georgenberg sichtbar machen / Tafel steht schon:
Spremberg (trz). Am gestrigen Freitag, 10. Juni, hat sich der Abriss der Kapelle auf dem Spremberger Georgenberg zum 46. Mal gejährt. Im Frühsommer 1970 machte ein Panzer dem baufälligen Gemäuer den Garaus. Nach fast fünf Jahrzehnten könnte das Gotteshaus wieder auferstehen. Das plant zumindest der Spremberger Laga-Verein mit seinen Partnern.
40 Zentimeter
„Wir wollen die Grundmauern der Kapelle in einer Höhe von 40 Zentimetern über dem Erdboden wiederherstellen“, erklärt Protagonist Ralf-Dieter Drews die Grundidee. Es handelt sich nach dem Jugendstilbrunnen, dem Sängerpavillon und dem noch im Aufbau befindlichen Lapidarium bereits um das vierte Projekt der Laga-Enthusiasten im Stadtpark auf dem Georgenberg.
Erste Erfolge können die Macher bereits vorweisen. So gilt die Georgenbergkapelle seit Anfang 2016 als offizielles Bodendenkmal. Im März wurde das Konzept zur teilweisen Wiedererrichtung erstmals der Stadt und der Denkmalbehörde präsentiert. Diese sind sogleich begeistert mit im Boot. Schon Ende April hatte die Untere Denkmalschutzbehörde die Erlaubnis zum Freilegen der Fundamente der Georgenbergkapelle erteilt. Mehr noch: Nur einen Monat später wurde auf der Fläche des einstigen Kirchleins unter Leitung von Dr. Markus Aghte vom Dezernat Bodendenkmalpflege des Landes Brandenburg eine Georadaruntersuchung der Fundamentreste vorgenommen. Die Finanzierung des Projektes hat die Vattenfall-Tochter GMB übernommen. Zudem beteiligen sich deren Mitarbeiter Dr. Hellfried Petzold, Jürgen Miethe und Annett Schulz ehrenamtlich an diesem Vorhaben.

 
Gibt es einen Keller?
Wie es nun weitergehen könnte? „Die Archäologen müssen ran und graben“, sagt Ralf-Dieter Drews. Dann wäre endlich klar, was von der Kapelle tatsächlich noch existiert. Denn es gibt keinen Plan vom Inneren des Gebäudes, geschweige denn von eventuellen Kellern oder Grüften. Die notwendige Grabungsgenehmigung stehe noch aus. Läuft alles wie geplant, könnten die Arbeiten im kommenden Jahr beginnen. Anschließend stünde auch fest, mit welchen Kosten ein Wiederaufbau der Mauerumrandung verbunden wäre. Der Laga-Verein plant, dieses Vorhaben über Spenden und Sponsoring zu stemmen.
Ein kompletter Wiederaufbau der zehn mal 16 Meter großen Kapelle, so schränkt Drews ein, stehe derzeit aber nicht zur Diskussion. Zum einen könnte der kaum bezahlt werden, zum anderen gebe es keine mögliche Nutzung. Schließlich seien schon jetzt die Kirchen nicht gerade üppig mit regelmäßigen Gottesdienstbesuchern gesegnet.
Einen Teilerfolg kann der Laga-Verein verbuchen: Ralf-Dieter Drews ist es gelungen, eine Zeitzeugin, die auf dem Georgenberg lebt, ausfindig zu machen, die anhand des Todes ihrer Großeltern das genaue Abrissdatum der Kapelle terminisiert hat. Und zwar hatte das letzte Stündlein des Gotteshauses am 10. Juni 1970, und nicht 1974, wie ursprünglich angenommen, geschlagen. Offizielle Unterlagen zum Abriss gibt es indes keine.

 
Zum 50. Jahrestag
Möglicherweise gelingt es, die Mauerumfassung bis zur 50. Wiederkehr des Abrisses der Kapelle am 10. Juni 2020 zu vollenden. Beide Daten fallen übrigens auf einen Mittwoch. Vielleicht ein hoffnungsvolles Zeichen. Möglicherweise kommt bei den Grabungen, noch manche Überraschung ans Tageslicht. So erzählen sich beispielsweise manche Spremberger bis heute die Geschichte vom unterirdischen Gang, der einst von der Georgenbergkapelle in die Stadt hinunter führte und in der „Totenschenke“, einer Gastwirtschaft, schließlich sein Ende fand.




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