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Region: Handwerk ist zufrieden, aber Aussichten etwas trübe

18. Oktober 2019 | Von | Kategorie: Handwerkskammer Cottbus, Region |

Umfrage bestätigt bisherigen Trend  Abschwächung in Sicht

Region: Handwerk ist zufrieden, aber Aussichten etwas trübe

HWK-Geschäftsführerin Manja Bonin verkündete die neuen Konjunkturwerte des Lausitzer Handwerks Foto: F.H.

Region (MB). Die regionalen Handwerksbetriebe sind nach wie vor zufrieden mit ihrer konjunkturellen Lage. Das bestätigen die Ergebnisse der Herbstumfrage der Handwerkskammer Cottbus (HWK). Sorgen bereiten den Betrieben der Nachwuchs- und Fachkräftemangel sowie  auch die Unsicherheiten aufgrund des Strukturwandels in der Region.
95,9 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage mit gut oder zufriedenstellend. Damit liegt das Geschäftsklima in etwa auf dem Vorjahresniveau. Treiber der positiven Stimmung sind erneut das Bauhaupt- und Ausbaugewerke. Sie profitieren von anhaltend hohen Nachfragen im Wohn- und Gewerbebau.
Die Auftragsbücher sind entsprechend gut gefüllt, 38,5 Prozent der Handwerksbetriebe steigerten die Auftragsbestände oder hielten sie auf unverändertem Niveau (55,1 Prozent). Allerdings mussten 14,2 Prozent der Unternehmen das Auftragsvolumen mit weniger Fachkräften bearbeiten. Für Kunden bedeutet das noch längere Wartezeiten: Waren es im Herbst 2018 noch rund 8,3 Wochen Vorlaufzeit, liegt die durchschnittliche Auftragsreichweite nun bei 10,1 Wochen. Bei Unternehmen mit über 50 Beschäftigten sind es sogar 25 Wochen.
Trotz der anhaltend guten Auftragslage, hat sich die Möglichkeit, höhere Verkaufspreise am Markt durchzusetzen, um 6,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verringert. In den kommenden Monaten erwartet das Gesamthandwerk jedoch eine zufriedenstellende Verkaufspreisentwicklung: 90,3 Prozent der Unternehmer rechnen damit, dass die Verkaufspreise steigen oder ein gleichbleibendes Niveau beibehalten wird. Die Investitionsbereitschaft ist weiterhin hoch: 26,8 Prozent (2018: 30 Prozent) haben Erweiterungsmaßnahmen durchgeführt.
Wachstumshemmnisse und Unsicherheiten aufgrund des Strukturwandels in der Region als auch Befürchtungen eines konjunkturellen Abschwungs in einigen Branchen, trüben jedoch die Erwartungen der Unternehmen an die Zukunft ein. So gehen 75,4 Prozent der Betriebe von einer gleichbleibenden Entwicklung der Geschäftslage aus und nur noch 14,9 Prozent erwarten eine noch bessere Geschäftslage. So verhalten schätzten die Unternehmen zuletzt im Herbst 2014 die künftigen konjunkturellen Entwicklungen ein.




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