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Steinitzer Dorfkirche erwacht aus Dornröschenschlaf

Spree-Neiße | Von | 12. Mai 2023

Steinitzer Kirche von oben

Die Instandsetzung der Dachkonstruktion mit der Erneuerung der Dachdeckung verhindert nun den weiteren baulichen Verfall der Steinitzer Kirche und ermöglicht die Sicherung und Restaurierung der wertvollen Wand- und Deckenmalereien. Fotos: Sparkasse SPN

Region (MB). Die romantische Steinitzer Kirche bei Drebkau aus dem 15. Jahrhundert ist eine der ältesten in der Niederlausitz. Besonders die bemalte Renaissance-Holzbalkendecke, die in das zweite Drittel des 16. Jahrhunderts datiert werden konnte, ist selten und bauhistorisch sehr wertvoll. „Die Decke ist einzigartig, ein absolut großer Schatz für Brandenburg und ganz Mitteldeutschland“, betont Restauratorin Mechthild Noll-Minor, vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege (BLDAM) sichtlich angetan. Dieser Schatz war jedoch durch Schäden an der Dachkonstruktion sowie dem Mauerwerk mitsamt der spätgotischen Kirche baulich gefährdet.
Die Evangelische Kirchengemeinde Drebkau-Steinitz-Kausche präsentierte jetzt (4. Mai 2023) den Vertretern der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Spree-Neiße, dem SPN-Landrat und der Drebkauer Stadtspitze das Ergebnis der zweijährigen Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten. Im Mittelpunkt stand die Sicherung wertvoller historischer Bausubstanz mit dem Ziel, sie nach Herstellung der Bausicherheit der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Patricia Werner, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Mechthild Noll-Minor, vom Landesamt für Denkmalpflege, Pfarrer Wolfgang Selchow, Sparkassen-Vorstand Ralf Braun, SPN-Landrat Harald Altekrüger und Restauratorin Dorothee Schmidt-Breitung (v.l.n.r.) sind begeistert von den gelungenen Sicherungs- und Restaurationsarbeiten an der wertvollen Steinitzer Renaissance-Holzbalkendecke und an der Farbfassung der Emporen. Bei den Arbeiten stießen die Restauratoren auch auf Deckenmalereien, die einst den westlichen Deckenbereich zierten

Patricia Werner, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Mechthild Noll-Minor, vom Landesamt für Denkmalpflege, Pfarrer Wolfgang Selchow, Sparkassen-Vorstand Ralf Braun, SPN-Landrat Harald Altekrüger und Restauratorin Dorothee Schmidt-Breitung (v.l.n.r.) sind begeistert von den gelungenen Sicherungs- und Restaurationsarbeiten an der wertvollen Steinitzer Renaissance-Holzbalkendecke und an der Farbfassung der Emporen. Bei den Arbeiten stießen die Restauratoren auch auf Deckenmalereien, die einst den westlichen Deckenbereich zierten

Die Kirchengemeinde ist dankbar dafür, dass nun ein großer Teil der kunstgeschichtlich bedeutsamen Deckenmalereien restauriert werden konnte. „Es ist wichtig für uns“, betont Pfarrer Wolfgang Selchow, „dass die Kirche weiterhin ein deutlich sichtbares Zentrum im Dorf ist und mit ihrer langen Geschichte als Zeugnis für den gelebten Glauben hier steht.“ Die Maßnahmen zur Erhaltung der stark gefährdeten Renaissancedecke in Zusammenhang mit den Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Dachkonstruktion und Erneuerung der Dachdeckung der Kirche Steinitz und die bauvorbereitenden Sicherungsmaßnahmen an der Ausstattung der Kirche waren nur durch die Förderung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße möglich. „Viele Menschen und tatkräftige Hände haben sich für ihre Dorfkirche und deren wertvolle Malereien engagiert. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung hat gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße diesen ehrenamtlichen Einsatz unterstützt.“ sagte Patricia Werner, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.
„Die Dorfkirche in Steinitz ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht, die Pforte steht wieder offen, jeder kann eintreten und sich die wunderbaren Deckenmalereien anschauen“, freut sich Ralf Braun, Vorstandsmitglied der Sparkasse Spree-Neiße. „Gemeinsam ist es uns gelungen, dieses kostbare kulturgeschichtliche Kleinod für die Nachwelt zu bewahren. Als Sparkasse, die hier zuhause ist, fühlen wir uns der Region und ihrer Geschichte verpflichtet. Es ist schön, dass wir hier einen so wertvollen Beitrag zum Erhalt der historisch bedeutsamen Kirche leisten konnten.“
„Ich freue mich sehr“, so Landrat Harald Altekrüger, „dass durch die Restaurierung der Steinitzer Kirche die bauhistorische Bedeutung und das einmalige Erscheinungsbild des Gebäudes erhalten bleiben und wir damit auch für zukünftige Generationen den einzigartigen Charakter bewahren.

Die Malereien auf der Renaissance-Holzbalkendecke (östl. Deckenbereich) werden in das zweite Drittel des 16. Jahrhunderts datiert und sind in unserer Region einzigartig. Dank der Sparkassen-Unterstützung erfolgte die Freilegung der Decke sowie die Konservierung und Teilergänzung der Renaissancedecke mit Kassettenbemalung

Die Malereien auf der Renaissance-Holzbalkendecke (östl. Deckenbereich) werden in das zweite Drittel des 16. Jahrhunderts datiert und sind in unserer Region einzigartig. Dank der Sparkassen-Unterstützung erfolgte die Freilegung der Decke sowie die Konservierung und Teilergänzung der Renaissancedecke mit Kassettenbemalung

Denn Baudenkmale sprechen zu uns, wenn wir uns auf sie einlassen. Folgen wir ihren Spuren, können wir unsere eigene Vergangenheit nachvollziehen; die Geschichte dieser Kirche gehört auch zur Geschichte ihrer Gemeinde.“
„Mit der in das zweite Drittel des 16. Jahrhunderts datierten Holzbalkendecke und der erhaltenen Wandmalerei über dem Portal in der Südwand – der Szene vom heiligen Ritter Georg mit Prinzessin und Drache – ist in der Kirche von Steinitz ein seltenes Beispiel von Kirchenraumgestaltungen der Frührenaissance in Mitteleuropa erhalten.“ erklärt Mechthild Noll-Minor ein.
Die Vielfalt und Lebensqualität einer Region wird in großem Maße auch von ihrem Bewusstsein für Kunst und Kultur sowie ihrer traditionellen Verbundenheit bestimmt. Dank ihrer sicheren, stabilen und soliden Geschäftspolitik kann sich die Sparkasse Spree-Neiße nach wie vor in hohem Maße für eine nachhaltige Förderung bedeutender Projekte in den Städten und Gemeinden engagieren. Das Spektrum reicht von der Förderung zeitgenössischer Ausstellungen und Publikationen regionaler Künstler über die Finanzierung von einzelnen Projekten wie z. B. der Restaurierung des Vestibüls und Treppenhauses im Schloss Branitz bis hin zur Unterstützung von heimatlichen Festen und Jubiläen.

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