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Was tun, wenn’s gekracht hat?

Mobil & Kfz, Region | Von | 12. Februar 2016

160213unfall

Um Unfälle zu vermeiden, ist stets ein ausreichend großer Sicherheitsabstand wichtig. Dies gilt auch im Cottbuser Stadtverkehr, wie hier an der dicht befahrenen Kreuzung Bahnhofstraße/Karl-Liebknecht-Straße Foto: CGA-Archiv

Wie eine Unfallstelle richtig abgesichert wird / Welche Infos zur Schadenregulierung benötigt werden:
Region (MB/trz). Jetzt im Winter reisen viele Lausitzer in den Skiurlaub. Wie in jedem Jahr quälen sich Autokolonnen über die  Straßen gen Erzgebirge, Riesengebirge oder in die Alpen. Die Unfallzahlen schnellen dabei nicht selten nach oben und damit auch das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden. Das weiß jeder Autofahrer. Deutlich weniger können die Frage beantworten: Was ist im Fall der Fälle zu tun ist?
Werden Menschen verletzt, sollte immer auch die Polizei und wenn nötig auch der Krankenwagen informiert werden, so die HUK Coburg. Noch bevor die Polizei eintrifft, gilt es, erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle zu sichern. Letzteres beginnt mit dem Einschalten der eigenen Warnblinkanlage und dem Anziehen der Warnweste noch im Auto. Danach wird das Warndreieck aufgestellt: Innerorts sollte es 50 Meter entfernt zur Unfallstelle stehen, auf Landstraßen beträgt die Distanz 100, auf Autobahnen 200 Meter. Liegt die Unfallstelle in einer Kurve oder hinter einer Kuppe, wird das Warndreieck davor aufgestellt. Das Aufstellen auf Landstraßen und Autobahnen ist ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Zum eigenen Schutz läuft man ganz weit rechts, am äußersten Fahrbahnrand – noch besser: das Laufen hinter der Leitplanke. Wer das Warndreieck aufgeklappt vor sich her trägt, verbessert zusätzlich seine Sichtbarkeit.
Unfallbericht günstig
Die Polizei hält alle Unfall-Fakten in einem Protokoll fest. Bleiben die Kontrahenten unter sich, füllt man, wie die Versicherung HUK-Coburg mitteilt, am besten einen europäischen Unfallbericht aus. Der sollte griffbereit im Handschuhfach liegen. Wer alle Fragen nach Personalien, Versicherung und Unfallhergang beantwortet sowie ein Foto vom Unfallgeschehen macht, hat eine solide Basis für die Schadenregulierung gelegt. Gibt es Zeugen, werden natürlich deren Personalien notiert. – Den Unfallbericht stellen Versicherer ihren Kunden in der Regel kostenlos zur Verfügung.
Stehen die Fakten fest, ist der Unfallverursacher in der Pflicht: Er muss seiner Versicherung den Schaden zeitnah melden. Und selbst wenn die Haftung klar zu sein scheint, sollte der Geschädigte das Gespräch mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung suchen.
Crash mit Ausländer
Deutschland ist Transitland. Gerade jetzt sind viele ausländische Pkw auf deutschen Straßen unterwegs und Unfälle zwischen Ausländern und Deutschen keine Seltenheit. Verschuldet ein Ausländer einen Unfall, kann sich der deutsche Geschädigte mit seinen Ansprüchen an das „Deutsche Grüne Karte Büro“ wenden (Telefon 030/2020 5757; Telefax 030/20206757; E-Mail: claims@gruene-karte.de). In der Regel überträgt das „Deutsche Grüne Karte Büro“ die Schadenregulierung an einen inländischen Kfz-Haftpflichtversicherer. Der Schaden des deutschen Unfallopfers wird also letztendlich so reguliert, als hätte ein deutscher Verkehrsteilnehmer den Zusammenstoß verschuldet.



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