Das 0:1 in Karlsruhe erstickte Euphorie / Petersen verlängert bis 2014
Die Pokalfreuden sind am vergangenen Wochenende schnell verflogen. Erst geriet der FC Energie durch die Schlappe beim KSC im Aufstiegsrennen erneut ins Hintertreffen. Dann entschied das Los am Sonntag für ein undankbares Halbfinalduell im DFB-Pokal beim MSV Duisburg.
Aus der Sicht von Pelé Wollitz hätte es kaum schlimmer kommen können. Das erwünschte Heimspiel um den Einzug ins Endspiel in Berlin blieb zwar aus. Immerhin trifft Energie auf eine gleichklassige Mannschaft. Die Chancen auf das Finale stehen also nicht schlecht. Auswärts hat Cottbus in dieser Saison schon starke Leistungen gezeigt. In Wolfsburg, Aachen oder Oberhausen zum Beispiel. Auch in Duisburg erkämpften sich unsere Jungs ein 2:2.
Im neuen Jahr wusste Energie außerhalb von Cottbus dagegen noch nicht zu überzeugen. Bis auf Kirschbaum stand beim 0:1 in Karlsruhe die gesamte Pokalmannschaft auf dem Feld. Das Tor des Tages fiel schon nach acht Spielminuten. Nach einer Flanke war Hünemeier vor dem eigenen Tor orientierungslos. Buckley nutzte das Durcheinander und schoss das schnelle 1:0. Im direkten Gegenzug traf Energie zum vermeintlichen Ausgleich. Hünemeier sprang jedoch aus einer Abseitsposition in Rogers Kopfball und verhinderte so die Anerkennung des Tores. Wenige Minuten später durfte der Innenverteidiger wieder vom Platz.
Energie drängte aber weiter auf den Ausgleich. Erst im zweiten Durchgang ließ der FCE merklich nach. Gegen einen Abstiegskandidaten der 2. Liga hätte das Team von Pelé Wollitz jedoch deutlich mehr Durchschlagskraft zeigen müssen. So verspielt Energie seine Aufstiegschancen endgültig.
Gestern konnte Energie im Heimspiel gegen Alemannia Aachen zumindest einen Teil der verlorenen Punkte zurückholen. Die Partie fand nach Redaktionsschluss statt. Grund zum Jubeln gab es für die Energiefans aber schon vor dem Anpfiff. So verlängerte Topstürmer Petersen seinen Vertrag vorzeitig bis 2014. „Das zeigt, dass wir für Spieler dieser Qualität nicht mehr Sprungbrett sind, sondern ein Verein mit berechtigten Zielen“, kommentierte Präsident Ulrich Lepsch den Coup. Der Aufstieg bleibt wohl trotzdem Grundvoraussetzung für den Verbleib von Petersen.