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ESC 2023 – so stehen die Chancen des deutschen Beitrags

Infotainment | Von | 12. Mai 2023

Am 13. Mai ist es wieder so weit, der Eurovision Song Contest lockt zahlreiche europäische Künstler auf die Bühne. Während sich bereits jetzt zahlreiche Fans die Bet3000 App installieren, um ihren Tipp auf die Favoriten abzugeben, diskutieren andere noch über Deutschlands Chancen. Mit Lord of the Lost schicken wir dieses Jahr eine Metal-Rockband an den Start, die zumindest beim Vorentscheid für einigen Jubel sorgen konnte. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass Deutschland eine realistische Chance auf den Sieg hat? Das beantworten nicht nur die Wettquoten zahlreicher Buchmacher ziemlich klar.

Letzter Platz für Deutschland? Warum Lord of the Lost das verhindern können

Bei Veranstaltungen wie dem ESC hatte Deutschland in den letzten Jahren keine Chancen. Zuletzt gewann Lena Meyer-Landrut im Jahr 2010 den Wettbewerb und seither hagelt es immer wieder letzte Plätze. Dabei ist Deutschland ein Gründungsmitglied des Wettbewerbs und hat durchaus schon namhafte Künstler an den Start geschickt. So zum Beispiel beim ersten Mal im Jahr 1956, als Freddy Quinn auf der Bühne performte. Im Durchschnitt endete der Wettbewerb für die Deutschen aber eher mies als gut. Hier ein kleiner Überblick:

  • Platz 1: Zweimal siegte Deutschland, einmal im Jahr 1982 mit Schlagersängerin Nicole und einmal 2010 mit Lena.
  • Platz 2: Viermal konnten sich die Deutschen den undankbaren zweiten Platz sichern (1980, 1981, 1985, 1987).
  • Platz 3: Ganze fünfmal war immerhin noch ein Podiumsplätzchen für Deutschland drin (1970 – 1972, 1994, 1999).
  • Letzter Platz: Am häufigsten belegte Deutschland den letzten Platz, zuletzt 2022 mit satten 0 Punkten.

Die Band Lord of the Lost soll das jetzt ändern. Die Rocker schafften es im Jahr 2022 zum ersten Mal den Platz 1 der deutschen Charts zu erobern und sind vor allem international bekannt. Mit Größen wie Iron Maiden gehen sie auf Tour und auch auf Festivals wie Wacken sind sie Stammgäste. Verglichen mit den letzten Beiträgen des Landes zeigt Deutschland mit dieser Wahl tatsächlich Mut. Experten hoffen, dass das bei der Punktevergabe für Aufwind sorgt.

Zwar glaubt auch unter den erfahrenen Musikexperten niemand an den ersten Platz, zumindest ein solides Mittelfeld sollte aber drin sein. Denn Lord of the Lost konnten schon beim Vorentscheid einige Herzen erobern. Die Juroren zeigten sich nur mäßig begeistert, von der Internetgemeinde räumte die Band dann aber mit Abstand die höchste Punktzahl ab. Und wer sich einmal die Auftritte bei YouTube anschaut, wird in der Kommentarsektion auf sehr viel Zuspruch stoßen.

Geheimes Orakel der Buchmacher – warum Wettquoten so viel über den ESC aussagen

Bei Fußballspielen ist es Standard, dass Zuschauer zuvor auf das Ergebnis tippen. Auch beim Eurovision Songcontent haben die Buchmacher Hochkonjunktur. Ihre Quoten sind dabei ein inoffizielles Orakel, denn nicht selten liegen die Bookies goldrichtig. Für 2023 zeigt der Durchschnitt mehrerer Wettanbieter ganz klar, dass Deutschland nicht zu den Favoriten gehört. Irgendwo zwischen den Plätzen 12 bis 15 wird Lord of the Lost platziert – weit von realistischen Siegchancen entfernt.

Die Quoten können sich bis zum ESC aber noch verändern, das gab es in der Vergangenheit immer wieder. Der im Jahr 2018 auftretende Michael Schulte wurde kurz vor dem ESC ebenso schlecht eingeschätzt (von den Bookies), dann rappelten sich die Quoten auf. Letztlich befand sich Schulte auf Platz 4 der Vorhersagen und schaffte es auch beim ESC wirklich den 4. Platz für sich zu sichern.

Wer, wenn nicht Deutschland? Die ESC-Favoriten im Check

Für die Deutschen ist es nichts Neues mehr, dass der eigene ESC-Beitrag nicht zu den Favoriten gehört. Das hätte aber auch eine andere Entscheidung bei der Vorauswahl nicht geändert. Wäre Matthias Diestel aka Ikke Hüftgold anstelle von Lord of the Lost angereist, hätten sich die Quoten wohl kaum ins Positive gewandelt. Es scheint der „deutsche Fluch“ zu sein, denn selbst Experten sind sich nicht einig, warum die Deutschen so überdurchschnittlich schlecht sind.

Manche Beiträge waren in der Vergangenheit sicher unglücklich gewählt. Das Land hat es oft verpasst, seine eigene Kultur und Werte zu vertreten. Stattdessen neigen die Deutschen bei der Song- und Performanceauswahl dazu, Trends hinterherzujagen. Wir erinnern uns an 2016, als die talentierte Sängerin Jamie Lee mit ihrem Manga-Kostüm die Kritiker verwirrte. Das bekommen andere Länder scheinbar deutlich besser hin, wie die Favoritenrollen zeigen.

Auf Platz eins bei den Buchmachern befindet sich ganz klar Schweden mit der Sängerin Loreen, die nicht zum ersten Mal beim ESC auf der Bühne steht. Einen Sieg konnte sie bereits einheimsen und sie hätte nichts gegen einen zweiten Gewinn einzuwenden. Die Schweden sind „gewinnen“ beim ESC gewohnt, es wäre der siebte Sieg, wenn Loreen mit „Tattoo“ die Halle rockt.

Ein weiterer Favorit ist der finnische Sänger Käärijä, der auch bei den Buchmachern auf Platz zwei gelistet wird. Die gelungene Mischung aus Rap und Metal begeistert Zuschauer, davon sind die Finnen überzeugt. Ob es reicht, um die klare Favoritin Loreen vom Thron zu schubsen, wird erst der ESC zeigen. Die folgende Tabelle zeigt, wie die Buchmacher (Durchschnitt) die Siegesreihenfolge sehen. Angefangen vom Topfavoriten bis zu weniger starken Beiträgen:

  • Klarer Favorit: Schweden (Loreen, Tattoo)
  • Platz 2: Finnland (Käärijä, Cha Cha Cha)
  • Platz 3 und 4: Ukraine und Frankreich (mit wechselnden Quoten) (TVORCHI, Heart of Steel) (La Zarra – Évidemment)
  • Platz 5: Spanien (Blanca Paloma, Eaea)
  • Platz 6: Österreich (mit Deutschland zusammen eines der schlechtesten Länder in den letzten Jahren) (Teya & Salena, Who the Hell is Edgar)
  • Platz 7: Tschechien (Vesna, My Sisters Crown)
  • Platz 8: Großbritannien (Mae Muller, I wrote a Song)
  • Platz 9: Italien (sorgten im letzten Jahr für eine große Überraschung) (Marco Mengoni, Due Vite)
  • Platz 10: Niederlande (Mia Nicolai & Dion Cooper, Burning Daylight)
  • Platz 11: Australien (Voyager, Promise)
  • Platz 12: Schweiz (Remo Forrer, Watergun)
  • Platz 13: Deutschland (Lord of the Lost, Blood and Glitter)

Fazit: Deutschland weder auf dem ersten noch auf dem letzten Platz

Wenn wir den bisherigen Quoten der Buchmacher und Experteneinschätzungen glauben, wird es für Deutschland auch 2023 kein Überraschungssieg beim Grand Prix. Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung, denn ein letzter Platz scheint auch nicht vorgesehen. Gut denkbar, dass Lord of the Lost dabei helfen wird, die Pechserie der letzten Jahre zu beenden und nach 2018 endlich mal wieder ein gutes Ergebnis zu erzielen!

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