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Mit dem Meistertitel in die Zukunft investiert - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Mit dem Meistertitel in die Zukunft investiert

7. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Wirtschaft |

Mit dem Meistertitel in die Zukunft investiert

Nicht allein Autolacke zu Blickfängern machen können Maximilian Krüger sowie Maria und Markus Niedergesäß (v.l.) Derzeit haben sie vier riesige Karpfen in ihrer Werkstatt. Diese sollen ab dem 5. November den Peitzer Kreisel zieren und optisch stolz verkünden, das Peitz eine Fischerstadt ist Foto: HWK Cottbus

Die Lackiererfirma Niedergesäß wagt sich an das Ungewöhnliche heran Karpfen für den Peitzer Kreisel werden am 5. November eingeweiht

Cottbus. Die Autolackiererei Niedergesäß GmbH & Co. KG aus Cottbus begeistert ihre Kunden aus der Region, Deutschland und Europa mit ihrem Airbrush-Design. Aber auch Reparaturlackierungen sind an der Tagesordnung im Handwerksbetrieb. Sie gehören unter anderem zu den Hauptaufgaben von Maximilian Krüger.
Der 27-jährige Jamlitzer erwirbt gerade neben seiner Arbeit in der Autolackiererei den Meistertitel als Lackierer. Seit Oktober 2010 arbeitet er im Unternehmen als einer von acht Mitarbeitern. „Ich möchte in meinem Beruf nicht stehen bleiben und immer etwas Neues dazulernen“, begründet der angehende Meister seine Entscheidung.
Die Autolackiererei Niedergesäß ist ein echtes Familienunternehmen. 1987 wurde es von Peter und Margit Niedergesäß gegründet. Peter Niedergesäß hatte bis dahin den Meister im Kfz-Handwerk gemacht, erhielt aber für seine Selbstständigkeit keine Gewerbegenehmigung. Deshalb entschied er sich dazu, als Lackierer umzusatteln.
Noch während der Meisterausbildung eröffnete der heute 59-Jährige seine Autolackiererei in Klein Döbbern. Die bei Kunden sehr geschätzten speziellen Design-Lackierungen in Airbrush-Technik brachte Margit Niedergesäß mit in die Firma ein. Die gelernte Bauzeichnerin lebte mit dieser Technik ihre künstlerischen Ambitionen aus und gründete daraus die Niedergesäß GbR. Ihr Talent vererbte sie an ihre Kinder Maria und Markus. Maria Niedergesäß ist heute gelernte Mediengestalterin und Mitinhaberin der Niedergesäß GbR. Neben der Gestaltung von Kalender und Collagen für die Kunden, gehört die Beschriftung von Fahrzeugen zu den Hauptaufgaben der 30-Jährigen. „Dazu erstelle ich Schablonen, mit deren Hilfe mein Bruder Markus dann die Schriften oder Grafiken auf die Fahrzeuge bringt. Man kann ihn sozusagen als meinen ‚Großkunden‘ bezeichnen“, erklärt die Gestalterin. Markus Niedergesäß hingegen ist in der Firma des Vaters, der Autolackiererei Niedergesäß GmbH & Co.KG, involviert. Er hat dort seinen eigenen Betriebszweig, die Design-Lackierung von Lkws. Begonnen hat der 34-Jährige aber mit einer Ausbildung zum Bürokaufmann, bevor er wie sein Vater zum Fahrzeuglackierer umschulte. „Ich wollte, dass er die betriebswirtschaftlichen Aufgaben übernimmt. Aber solch ein künstlerisches Talent wie seines lässt sich nicht verbergen. Im Gestalterischen kann ihn keiner in der Firma ersetzen“, gibt Peter Niedergesäß zu. Aus diesem Grund ist es dem jungen Vater momentan bei der sehr guten Auftragslage auch nicht möglich, sich zum Meister fortzubilden.
Meisterschüler Maximilian Krüger bekommt während der Fortbildung viel Unterstützung von seiner Familie, aber auch von der Familie Niedergesäß, die die Kosten der Meisterausbildung übernimmt. Unternehmer Peter Niedergesäß sieht darin eine Investition in die Zukunft des Unternehmens: „Max soll mich mal in meinen Aufgaben unterstützen. Mein Sohn Markus wird später eher draußen mit seiner Airbrush-Arbeit beschäftigt sein. Da brauche ich jemanden, der zu den Lackierarbeiten auch die Büroarbeiten, Kundenbetreuung und Organisation übernehmen kann.
Am 10. Oktober startet wieder ein neuer Vollzeit-Meisterkurs für Maler- und Lackierer in Großräschen und in Bestensee.
Alle Informationen zum Miesterkurs gibt es auf der Internetseite der Handwerkskammer im Internet unter: www.hwk-cottbus.de/zukunft




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