Cottbus: Eine Kahnfahrt, die ist schwierig…

damals150328cb
C bezeichnete die Gondeln an der Sandower Brücke

Einsteigen bitte! an der Sandower Brücke / Seit 1856 schon Gondelbetrieb:
Viele Leser waren sich sicher wie Klaus Jung, Hans-Beimler-Straße: „Sandower Brücke ist die richtige Antwort, denn nur hier steht das rechts im Bild erkennbare Pegelhaus. Zumindest stand es am vergangenen Sonntag noch da. Die Häuser hinten sind nicht mehr vorhanden. Dort steht das Eiscafé Greschke.“ Auch Klaus Herold findet: „Ich kenne zwar Ansichten der Jubiläumsbrücke mit Booten, doch Anlegestellen sind mir dort nicht bekannt. Bootsfahrten gingen und gehen von der Sandower Brücke bis zur Spreewehrmühle.“
Wolfgang Bauch bleibt „in Ermangelung eigener Erinnerung nur das Stöbern im Internet, wo man ganz überwiegend nur beim Märkischen Boten fündig wird. Demnach gab es in der Nähe der Sandower Brücke, wenn auch nicht genau an der heutigen Kahnanlegestelle beim Eiscafé Greschke, den ‘Kahnverleih Gersdorf’ und die ‘Motor-Kahn- und Gondelfahrt Otto Kleinert’. In den Goldenen Zwanzigern standen bei Kleinert ca. 60 Boote zum Verleih. Die fielen durch rot-weiße Schrägstreifen auf. Zu haben waren Kajaks, Gondeln und Kähne, wie wir sie aus dem Spreewald kennen. Kahnfahrten sollen in Cottbus bereits 1856 möglich gewesen sein.“ Jürgen Klingmüller weiß von diesen Bootsarten: „Zur Kinder-und Jugendzeit bin ich oft mit meinem Freund zu Kleinerts Kahnverleih gegangen. Als mal alle Boote verliehen waren, haben wir einen Spreewaldkahn mit Rudel genommen. Flußabwärts ging es tadellos. Auf der Rücktour jedoch fuhren wir nur im Kreise. Es blieb mir nichts  übrig, als mich auszuziehen und den Kahn zu schieben.“
Jens Pumpa aus der Rostocker Straße weiß: „Der Bootsverleih Kleinert befand sich  zwischen Sandower und Jägerbrücke. Im Mai 1958 stellte die Familie Kleinert den Kahnverleih ein.“
Gewonnen hat heute Käthe Andres.