Cottbus. Spreebrücke jetzt mit Holzbohlen

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Einstige Jägerbrücke instandgesetzt und nach Käthe Kollwitz benannt
Unsere Leser haben wieder zahlreich über unser „Damals-war’s“-Bild berichtet.
Dieter Letschke erzählte am Telefon „Richtig ist die Jägerbrücke. Zwischen der Pückler-Brücke und der Jägerbrücke, die heute Käthe-Kollwitz-Brücke heisst, befanden sich früher zwei Bootsanlegestellen mit Verleih. Zirka 200 Meter unterhalb der Jägerbrücke befand sich auch das Bootshaus des Kanu-Vereins Cottbus. Der Verein der Kanufreunde wurde bereits 1921 gegründet. Am Steg war ein Schild, das den Steg als Bootssteg des Kanu-Vereins Cottbus markierte. Das Bootshaus wurde im Mai 1926 mit einer Hindernisregatta von Cottbus nach Spremberg eingeweiht. Aber schon zwei Jahre früher fand die erste Regatta statt, da stand das Bootshaus natürlich noch nicht.“
Diethart Schulz schrieb uns: „Der Standort, von dem aus das Foto gemacht wurde, müsste etwa das Haus der Pioniere bzw. die Kaufmännische Berufsschule in der Uferstraße in Sandow gewesen sein. Es zeigt die Jägerbrücke, die heute in neuem Glanz, aber am selben Ort, über die gute alte Spree führt und von Fußgängern wie auch Radfahrern gleichermaßen gerne genutzt wurde.
Links im Hintergrund des Fotos ist ein altes Fabrikgebäude zu erkennen, das nach der Wende als Möbelzentrum genutzt wurde. Davor hatte der Bezirksvorstand des DTSB seinen Sitz. Weiter rechts beginnt das Neubaugebiet und vorn ist die Kahnanlegestelle zum großen Spreewehr. Die beliebte Ausflugsgaststätte wird heute wieder als solche genutzt und das Eis-Café Greschke bietet im Sommer die entsprechende Gastlichkeit.“

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Georg Müller mailte: „Dieser Steg ist bei mir kein Steg, sondern eine Brücke, die Fährbrücke zwischen Cottbus und dem Dorf Sandow von damals; Fährbrücke von einstens her so genannt, weil sie vielen Cottbuser Textilarbeiter den bequemen Zugang zu ihrer Arbeitsstelle, der 1860 von Heinrich Jaeger auf Sandower Grund und Boden gegründeten Tuchfabrik, ermöglichte.
Die klobig wirkende Betontragekonstruktion war wohl damals das Maß der Dinge, doch seit Mitte der 90er-Jahre erstrahlt an gleicher Stelle für Fußgänger und Radfahrer eine Spreeüberquerung vom Feinsten, belegt sogar mit rutschfesten Eichenholzbohlen – die alte verehrte Kollwitz mag’s leiden.“