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Schornsteinfeger bringen Glück

Bauen & Leben | Von | 6. Januar 2023

Hufeisen und Schornsteinfeger-Figur mit Pilz

Schornsteinfeger gelten als Glücksbringer und werden deswegen besonders gern zum Jahreswechsel verschenkt. Foto.: pixabay

Region (MB). Hufeisen, vierblättrige Kleeblätter, Marienkäfer und Schornsteinfeger gelten traditionell als Glücksbringer. Sie werden besonders gerne zum Jahreswechsel verschenkt und sollen das neue Jahr gut beginnen lassen. Doch warum bringen Schornsteinfeger eigentlich Glück? Der Ursprung dieses Aberglaubens liegt im Mittelalter. Schon damals boten Schornsteinfeger das Kehren von Schornsteinen an. Die Dienstleistung war gefragt, denn zu viel Ruß im Schornstein bedeutete Brandgefahr. Schnell konnte aus einem brennenden Schornstein ein verheerender Brand entstehen und auf ein ganzes Stadtviertel übergreifen. Er brachte Sicherheit und damit Glück ins Haus. Dieser Glaube hat sich bis heute erhalten. Neben der Arbeit auf dem Dach, den Messungen und Überprüfungen gehört Glück bringen für Schornsteinfeger einfach dazu. „In unserem Beruf ist es von Vorteil, wenn man offen und kommunikativ ist“, erzählt Alexis Gula, Schornsteinfeger und Präsident des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks. „Kunden und Passanten sprechen uns bei der Arbeit an und möchten unseren schwarzen Koller berühren.“ Andere wiederum schwören auf die goldenen Knöpfe oder etwas Ruß. „Wir freuen uns, wenn wir die Menschen damit glücklich machen können“, so Alexis Gula.
Mehr als 21.000 Schornsteinfeger gibt es zurzeit in Deutschland, davon rund 1.700 Auszubildende. Aktuell sind die Handwerker nicht nur als Glücksbringer, sondern als Berater in der Energiekrise gefragt. Täglich informieren sie ihre Kunden rund um Alternativen für Öl und Gas, erklären, wie sie Energie sparen können, und weisen mit ihrer Kampagne „Sicher Heizen im Winter -keine Wärme-Experimente im Haus“ auf die Gefahren von improvisiertem Heizen hin.
Die ersten Schornsteinfeger kamen aus dem nördlichen Italien. Dort feiert man heute noch jährlich das internationale Treffen der „spazzacamini“. Gleichzeitig erinnert die
Veranstaltung an die Kinder aus Norditalien, die Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Armut ihre Familien verlassen und unter harten wie gefährlichen Bedingungen als Kaminkehrer arbeiten mussten.

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