Lausitzer Fußballvereine: 1:0 für ein Willkommen

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Bernd Ospalek, Geschäftsführer des Fußballkreises Niederlausitz, überbringt dieser Tage Förderschecks der DFB-Stiftung Egidius Braun an Fußballvereine. Vor dem Spiel SV Wacker 09 gegen die SG Burg überreichte er den Bescheid an Uwe Nousch, Jakub Haley Netzker, Mannschaftskapitän André Thoms und Präsident Reinhard Schmidt (v.r.). Auch der ESV Forst, der 1. FC Guben, der VfB Cottbus, die SG Sielow und weitere Vereine – in ganz Deutschland über 1 700 – erhielten diese Beihilfe zur Integration der Flüchtlinge Foto: J. Hnr.

Lausitzer Fußballvereine werden bunter: Ausländer stürmen in allen Ligen/ Wacker 09 Cottbus-Ströbitz richtet zusätzlichen Trainings-Mittwoch ein:
Region (hnr.). Auf Deutschlands Fußballplätzen – auch hier in der Lausitzer Region – sind die Flüchtlinge aus Krisenländern Afrikas und Asiens gut angekommen und gern gesehen. Das bestätigt Reinhard Schmidt für den SV Wacker 09 Ströbitz: „Wir haben im Männerbereich  sechs Flüchtlinge spielberechtigt im Einsatz. Wöchentlich kommen neue im Training hinzu.“ Um dem Bedarf zu entsprechen, ohne den regulären Trainingsablauf zu stören, werde jetzt ein zusätzliches Training für Asylbewerber am Mittwoch angeboten, informiert der Präsident. Auch in die Kindermannschaften seien längst Ausländer integriert – mit großem Gewinn für beide Seiten, wie die Wacker-Vorstände finden. Die zusätzlichen Kosten für Schuhe und Sporttextilien konnten bisher durch Sponsoring getragen werden. Inzwischen summieren sich die Beträge, und so kommt die Initiative „1:0 für ein Willkommen“ genau richtig. Auf entsprechenden Antrag erhalten die Vereine für ihren Mehraufwand je 500 Euro von der DFB-Stiftung Egidius Braun. Sie hat die Aktion gemeinsam mit der Nationalmannschaft und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, schon 2015 auf den Weg gebracht. Über 1 700 der insgesamt 25 513 deutschen Fußballvereine haben schon davon profitiert. „Eine tolle Sache“, freut sich Fußballkreis-Geschäftsführer Bernd Ospalek, „die ganz unbürokratisch gehandhabt wird.  Wer einen begründeten Antrag einreicht, bekommt schon Tage später das Geld.“ Aktuelle  Flüchtlingspolitik belebt die große Sportfamilie.