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Bundesstraße B 169 soll für Transit-Lkw gesperrt werden

2. November 2018 | Von | Kategorie: Region |

Oder-Lausitz-Trasse wird Anwohnerstraße/ Millionen im Brandenburger Sand.

 

Region (FH). Visionen sind in der aktuellen Politiklandschaft 2018 selten geworden. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass eines einstigen Prestigeobjekt Brandenburgs – die Oder-Lausitz-Trasse- nach und nach zur Anwohnerstraße mutiert. Baustart für die geplante wirtschaftliche Pulsader der Lausitz, die komplett 2+1-spurig von Schwarzheide über Cottbus, Frankfurt, Schwedt zur A 20 führen soll, war 1999. Im Jahr 2000 presste das Land zudem dem Bund beim sogenannten Steuerkompromiss 400 Millionen Euro für dieses Projekt ab. Bis 2015 sollte die Trasse, die mit bis zu 1 Milliarde Euro veranschlagt war, fertig sein.
Jetzt soll die Pulsader nach Entschluss der Landesregierung für den Transitverkehr geschlossen werden. Für den örtlichen Lkw-Verkehr soll sie zumindest weiter befahrbar bleiben. Darüber zeigten sich Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK) und die Handwerkskammer Cottbus (HWK) erleichtert, denn alternativ standen vollständige LKW-Verbote auf der Strecke im Raum. „Die Erreichbarkeit der regionalen Wirtschaft in der Lausitz über die B 169 kann mit dem nun gefundenen Kompromiss sichergestellt werden. Die meist kleinen und mittelständischen Unternehmen entlang der B 169 können weiterhin Lieferungen per Lkw empfangen und versenden. Die oberste Forderung der Wirtschaft ist
damit erfüllt worden“, betonte IHK-Präsident Peter Kopf.
HWK-Präsident Peter Dreißig sieht weiterhin dringenden Handlungsbedarf: „Der gefundene Kompromiss bleibt trotzdem nur eine Zwischenlösung. Zu einer konsequenten und weitsichtigen Verkehrsgestaltung gehören Ortsumfahrungen, aber auch der Ausbau einer leistungsfähigen Fernstrecke. Hier sind nach verschenkten Jahren endlich Planungen durch das Land aufzunehmen. Für Handwerker der Region, die die kommunalen Straßen nutzen, darf es keinesfalls zu Belastungen mit Durchfahrtseinschränkungen kommen“. Die Landesregierung jedoch spielt auf Zeit. Sie setzt auf ein sogenanntes Monitoring.
Gespräche mit Unternehmen und Anwohnern wären zielführender.

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