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Im Piccolo schippern Puppen auf Schatzsuche

Kultur & Service | Von | 4. März 2022

Schatzinsel

Am Kneipentisch, der sich zum Piratenschiff verwandelt, lassen Werner Bauer, Hauke Grewe und Anna Fülle die Puppen verhandeln und den Weg zur „Schatzinsel“ finden – spannend für Kinder ab 8 Jahre Foto: J. Heinrich

Cottbus. Das Ganze läuft auf eine geniale Show der vielfältigen Möglichkeiten an Improvisation hinaus. Kinder wie Erwachsene haben Spaß daran und werden mit der „Schatzinsel“, einem Puppenspiel nach dem überall bekannten Roman von Robert Louis Stevenson, hervorragend bedient.
Zwei fragwürdige Herren (Hauke Grewe und Werner Bauer) sitzen da schläfrig am blanken Holztisch in der Hafenkneipe und wären wohl gern Piraten. Sie trinken sich Mut an und Phantasie und betteln wieder einmal die Wirtin (Anna Fülle), von dem Schatz zu erzählen, von der Karte, die seine Lage beschreibt und von den Stürmen, die das Schiff übers Meer treiben. Sie lässt sich gehörig bitten, die Wirtin, doch sie tut es. Und nun kommen die Puppen ins Spiel: der kleine Junge, den sie als Erzähler führt, und die anderen, für die es genügt, den Flaschen Köpfe aufzusetzen.
Holla, wie geht das los! Mit wenigen Handgriffen wird aus dem Tisch und ein paar Bierkästen das Piratenschiff, das kühn über den stürmischen Ozean schaukelt, und was da über die Platte poltert, sind entweder die leergetrunkenen Flaschen oder die Matrosen oder beides in einem. Wer weiß das schon so genau?
Wo die Erzählerin und ihr Bub Partner im Gespräch brauchen, setzen sie einer Boddel einfach einen Kopf auf, der sich kommunikativ zu drehen, zu schütteln oder nachdenklich zu neigen vermag, und da es auch noch Arme gibt, die sich schwenken lassen, ist alles perfekt. Irgendwie bleiben diese Leute dann aber doch rechte „Flaschen“. Denn die Piraten halten sie nicht auf, und dass der Schatz am Ende dort ist, wo er hingehört, bleibt dem überraschenden Ende des Spiels vorbehalten.
Pierre Schäfer hat Regie in diesem Stück geführt, das sehr temperamentvoll abläuft und vollgestopft ist mit verschlagenem Witz, den sicher nicht jedes achtjährige Kind mitbekommt. Da ist durchaus viel Potential für erwachsenes Publikum dabei. Aber die Kinder haben auf jeden Fall ihr Vergnügen, zumal, wenn sie, wie nach der Premiere, noch selbst ihre Flaschenfiguren schaffen dürfen. J.H.

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