Diese Werktagswoche endet mit dem „Internationalen Frauentag“ – der 8. März, ein proletarischer Kampftag für die Gleichberechtigung der Frauen. Für Männer war es früher ein Kampftag um die eine in Staniol gewickelte und mit wenig Asparagus-Grün garnierte Nelke. Jeder wollte seiner Angebeteten wenigstens dies Blümlein schenken; mehr gab die vollgleichberechtigte Volkswirtschaft damals nicht her. Mit weitaus mehr Poesie umhüllte Friedrich Schiller das Thema: „Ehret die Frauen! Sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben“, reimte er 1796 und nannte das Gedicht „Würde der Frauen“. Sie, die Würde, war den Frauen in den DDR-Jahrzehnten weitestgehend gegeben, auch wenn sie sich ausgerechnet einmal im Jahr, nämlich an diesem 8. März, wie die Männer gebärden mussten. Unter deren kategorischem Ausschluss versammelten sie sich in Lokalen und Kantinen, um spätabends schwankend und singend den Heimweg anzutreten: ‘Ui, war det wieda scheene!’ War es natürlich nicht, aber es gehörte dazu und wurde staatlich gefördert. Die Planwirtschaft sah für Gartenbaubetriebe im I. Quartal in allen Gewächshäusern Nelkenproduktion statt Frühgemüse vor, und die HO- und Konsumgaststätten mussten, wenn der 8. März auf einen Ruhetags-Montag fiel, ihre Pause verschieben. Der 8. März verläuft heutzutage stiller und die wenigsten Frauen sehen das als Verlust. Viele haben sich nicht nur unternehmerisch, sondern auch politisch emanzipiert und geben den Ton an. Nicht immer den friedlichsten, wie leider die Rüstungs-Lobbyistin Strack-Zimmerman aus der FDP und andere, weniger gleichberechtigt sozialisierte Damen in der Politik demonstrieren. Es wäre für uns alle doch schöner, wir blieben bei Schillers „Himmlischen Rosen“. Sein Gedicht setzt sich fort: „…flechten der Liebe beglückendes Band, und in der Grazie züchtigem Schleier nähren sie wachsam das ewige Feuer schöner Gefühle mit heiliger Hand.“ So sei es denn! H.
Himmlische Rosen
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