Denkmal mit gutem Nebeneffekt / Freitreppe führte bis 1946 zum „Denkmal der nationalen Erhebung“
Diesmal haben nur einige Leser unser „Damals-war’s“-Foto erkannt.
Georg Müller schrieb zu dem Foto: „Das Rätselbild zeigt die gruppenfotoeinladende Freitreppe des Alvensleben-Denkmals, daneben die Commerz- und Privat-Bank, am Wall, der heutigen Karl-Liebknecht-Straße. Das Denkmal hatte man im August 1913 zum Gedenken an die Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 des in Cottbus stationierten Infanterie-Regiments Nr. 52 errichtet. Das Regiment gehörte zum 3. Armeekorps, einem brandenburgischen, und stand unter dem Befehl von Reimar Constantin von Alvensleben, einem preußischen General der Infanterie.
Die 1945 beschädigte Anlage wurde 1946 vollständig abgetragen. Das repräsentative Gebäude daneben, ein Mietwohn- und Geschäftshaus, entstand 1891 für einen Kaufmann der Stadt. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde daraus der Sitz der Commerzbank und ist bis heute ein städtebaulicher Blickfang am Anfang der Sprem wie auch der Karl-Liebknecht-Straße.“
Jens Pumpa konnte das Denkmal genauer bezeichnen: „Die Treppenanlage nannte sich „Denkmal der nationalen Erhebung“. Die Stufen wie auch der Wall verschwanden nach 1945. Heute fährt dort die Straßenbahn entlang.“
Christian Helm erzählte am Telefon: „Wir haben als Kinder dort gespielt und Glasmurmeln von oben die Treppe herablaufen lassen, das war aber schon im Krieg. Da wurden wir von einem Schupo angeranzt, dass wir das sein lassen sollten, sonst werden unsere Eltern benachrichtigt. Der wusste aber genau, dass unsere Väter nicht zu Hause waren und viele auch nicht mehr wiederkamen.“








