Lausitz: Eine frühe Theaterstadt

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Die Frankfurter Straße in Guben (C) war gefragt

Das Gubener Motiv war überall gut vertraut
Ganz kurz und knapp schreibt Walter Bräuer aus Guben: “Das ist das Bild C) die Frankfurter Straße. Das kenne ich aus einem Buch über die Altstadt. Jetzt sieht es dort traurig aus.“ Auch der Cottbuser Georg Müller findet „eine mehrfach gebeutelte Stadt mit Rathaus und Stadtkirche an der Westerplatte in Gubin. Dazu eine Straßenbahn, wenige Monate jünger als die Cottbuser, nur mit 2,4 km Strecke, 1938 ersetzt durch Autobusse.“ Und weiter: „Bei Westerplatte in Gubin läuft mir das Wasser im Munde zusammen: Ich denke dann an die Gastlichkeit im Gewölberestaurant ‘Tercet’ im besagten Rathaus.“ Der Cottbuser Karl-Heinz Schlodder findet: „Guben ist eine schöne Stadt an der Neiße, in welcher nicht nur Hutfabriken existierten, sondern auch eine Uhrmacherschule, auf welcher ich 1984 meinen Uhrmacherabschluss erreichte. Unsere beliebteste Gaststätte nach der Schule war die Hobby-Bar. Schade ist es nur um die wunderschöne Blumenuhr in der Parkanlage.“ Auf die Theaterinsel kommt der Gubener Wolfgang Donat zu sprechen: „Mit der Theatereinweihung mit geräumigem Konzertsaal 1874 rückte die Stadt kulturell an die Spitze der Städte der Niederlausitz. Für die gebürtige Gubnerin Corona Schröter, Schauspielerin und Sängerin sowie Freundin von Goethe, wurde am 20.05.1905 auf der Theaterinsel ein Denkmal errichtet.Das Theater überstand die Kriegshandlungen 1945 in der Stadt, wurde danach aber gezündelt. Auch die Gubener Baumblüte war weit über Landesgrenzen bekannt.“ S. Menzel aus der Gubener Kl.-Hermann-Straße erinnert an den Reim: „Gubener Tuche und Gubener Hüte – weltberühmt durch ihre Güte“ und rät zum Beispiel Walter Bräuer, dem die Straße heute nicht gefällt: „Trinkst dann einen Gubener Klostertor, kommt Dir die Welt noch schöner vor.“ Otto Blunck aus Cottbus jedenfalls sagt jedem Besucher: „Auf dem Weg zur Kirche sollte er die Theaterinsel besuchen. Sie liegt mitten in der Lausitzer Neiße und ist ein lohnendes Ziel in der europäischen Doppelstadt.“ Wir geben den Tipp gern weiter. Gewonnen hat das Rosengartenbuch Walter Bräuer aus Guben.