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Region: Wenn Ergotherapeuten spielen(d) unterstützen

Region | Von | 23. Oktober 2020

Am 27. Oktober findet wieder der Welttag der Ergotherapie statt: Worum handelt es sich dabei und wann ist eine Ergotherapeutische Behandlung bei Kindern sinnvoll?

Ergotherapie

Ergotherapeutische Behandlungen fördern u.a. Motorik und Selbstständigkeit. Dabei werden heutzutage vermehrt interessante und abwechslungsreiche Therapie-Medien eingesetzt F.: pixabay

Region (MB). „Betätigung neu überdenken“ – mit diesem Slogan wird in diesem Jahr der Welttag der Ergotherapie am kommenden Dienstag gefeiert. Damit soll das ergotherapeutische Arbeiten reflektiert werden und deutlich machen, dass die Betätigung Kern der Ergotherapie ist.

Was ist Ergotherapie?
Die Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind und Schwierigkeiten bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben haben – Senioren gleichermaßen wie Schlaganfall-Patienten oder Kinder. Ziel ist, die Menschen besser am sozialen Leben teilhaben zu lassen, bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken.
Beeinträchtigungen werden durch den gezielten Einsatz individuell sinnvoller Arbeit behandelt. Dabei nehmen die persönliche und sozio-kulturelle Bedeutung der Tätigkeit, deren Auswirkungen auf die Gesundheit und deren Wechselwirkungen mit der Umwelt einen hohen Stellenwert ein. Hierbei helfen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und entsprechende Beratung dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

Ergotherapie bei Kindern
„Viele Kinder haben heute Konzentrationsstörungen sowie Probleme mit der Feinmotorik und Graphomotorik“, erläutert Ergotherapeutin Bianca Heuer. Ursachen dafür sind häufig fehlende oder einseitige Bewegungen und Verhaltensmuster.
Gerade Behandlungskonzepte der Ergotherapie für Kinder stellen eine große Herausforderung dar. Schwierigkeiten und Auffälligkeiten zeigen sich häufig in normalen Alltagssituationen in der Schule oder im Kindergarten sowie in der Freizeit. So kann zum Beispiel auffällig sein, dass Kinder sich von der Gruppe distanzieren und eine Außenseiter-Position annehmen, ein verstärkter Bewegungsdrang kann genauso auf Schwierigkeiten oder eine Erkrankung hindeuten, wie Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizite.
Bei der Ergotherapie für Kinder kommen vor allem spielerische Behandlungskonzepte zum Einsatz. Sie sollen die Motorik, das Verhalten, die Sensorik oder die Selbstständigkeit der Kinder verbessern.
Klassische Konzepte in der Ergotherapie für Kinder sind zum Beispiel Mund- und Esstherapie, Konzentrationstraining, Sensorische Integrationstherapie, Aufmerksamkeitstraining, Lerntherapie oder die spielerische Entwicklung der Grob- und Feinmotorik. Wichtig ist es auch, dass Eltern und Umfeld in die Therapien mit einbezogen werden. Ergotherapeutin Bianca Heuer betont: „Die Elternarbeit ist in der Therapie mit Kindern besonders wichtig, damit die Lernstrategien in den Alltag übertragen werden.“ Die Ergotherapeutin empfiehlt auch Gesellschaftsspiele in Familie: „Ein Spiel wie ‘Mensch ärgere Dich nicht’ schult den Umgang mit Zahlen, mit Regeln, die Frustrationstoleranz, visuelle Wahrnehmung, die Feinmotorik und die Farbwahrnehmung. Es macht Spaß und ist sehr sinnvoll investierte Zeit“, betont Bianca Heuer.



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