
Vom Busbahnhof zum Möbelhaus
Unser Bilderrätsel hat auch diesmal ein großes Echo gehabt.
Wilfried Kschadow schrieb uns zu unserem „Damals-war’s“-Bild letzter Woche: „Das Bild zeigt den zentralen Cottbuser Busbahnhof, auf dem sich heute ein Möbelhaus und Fitness-Studio befinden. Das Gebäude wurde nach der Wende als Modemarkt errichtet. Also ist Antwort B richtig. Das Foto wurde nach dem Umbau des gesamten Platzes gemacht. Die Ein- und Ausfahrrichtung der Ikarus-Busse veränderten sich später um 90 Grad. Das Fabrikgebäude im Hintergrund an der Franz-Mehring-Straße musste einem geplanten, von der SED genutzten, Neubau weichen, der Dank der Wende nicht mehr verwirklicht wurde. Leider ist diese Fläche in der Stadtmitte von Cottbus immer noch eine Brache.“
Diethart Schulz schickte eine Postkarte: „Der alte Busbahnhof befand sich auf dem Thälmann-Platz, heute Brandenburger Platz. In der Bildmitte ist das Gebäude der ehemaligen Tufa zu sehen. Wie auf dem Foto ebenfalls erkennbar ist, waren auch noch Busse älterer Baujahre, sowie die modernen Ikarus-Busse im täglichen Einsatz. Da kam es schon mal vor, dass Personen wegen Überfüllung der Busse, oder Mütter mit Kinderwagen, auf den nächsten Bus warten mussten. Auch für Personen mit Übergrößen konnte die Fahrt zur Qual werden, vor allem, wenn sie stehen mussten. Links auf dem Foto befand sich die ‘Klagemauer’, wie sie im Volksmund genannt wurde. Sicherlich stand die Bezeichnung stellvertretend für die berechtigte Kritik an dem Rat der Stadt Cottbus, insbesondere am Verkehrswesen und dem Einzelhandel.
Selbst für Ortskundige war die Logistik zur Entkrampfung des Nah- und Fernverkehrs schwer nachvollziehbar. Man könnte meinen, dass das eine Cottbuser Eigenart ist, wenn man die aktuelle Diskussion zum Cottbuser Bahnhofstunnel in Augenschein nimmt.
Die ‘entscheidungsfreudige’ Stadtverwaltung segnete den Bau des Gebäudekomplexes für ‘C&A’ ab, doch das Geschäft schloss bald wieder und das Gebäude blieb dem Leerstand ausgesetzt. Heute befindet sich an gleicher Stelle das Möbelhaus und ein Fitness-Studio am Brandenburger Platz.“
Klaus Jung mailte uns: „Im Hintergrund ist die heutige Franz- Mehring- Straße zu sehen. In den 60er-Jahren bin ich desöfteren am Busbahnhof angekommen und wieder abgefahren, wenn ich zu Dienstbesprechungen und Lehrgängen nach Cottbus fahren musste. Später fiel aber die Linie Jessen/E.-Cottbus gänzlich weg und ich musste mit dem Zug fahren.“
Von Horst Hauptmann erfahren wir: „Nach 1990 wurde hier auch die Walkerei, ein Klinkerbau, der Tufa abgerissen, um Platz für den Neubau des C&A-Warenhauses zu schaffen. Im Hintergrund sehen wir das Fabrikgebäude der Firma Herfarth, das schon für den Abriss vorbereitet wurde. Die Aufnahme muss also 1987/1988 gemacht worden sein.“











