
Schon vor über 100 Jahren gab es Ansichtskarten mit edlen Effekten:
Die meisten Leser haben diesmal auf A und damit richtig gerippt. Elfriede Richter mailt: „Ein Bild, das so reicht die Pracht unseres Marktes um 1900 zeigt.“ Klaus Hirsch aus der Dredener Straße in Großkoschen grübelt: „Heute bin ich sehr unsicher, ob ich die schwierige Frage richtig beantworte. Mein Tipp lautet A . Ob der alte Wilhelm Brückner, Buchbindermeister, diese Technik bereits in seiner Buchbinderei in Senftenberg in der Bahnhofstraße 27 beherrschte und man derartige schöne Postkarten mit Kippeffekt in seinem Papierladen kaufen konnte, wird wohl auch anderen ein Rätsel bleiben. Ich bin eben logisch ran gegangen. Die Postkarte wurde grafisch schon so um 1900 hergestellt, warum sollte der Clou erst später ” reingebastelt worden sein? Heute wird so etwas im Lenticular-Druck in 3D hergestellt.
Auf dem Marktplatz fällt sofort die schöne, vierarmige Beleuchtungsanlage auf. Die gab es wirklich um 1900. Aber schon um 1917 war sie verschwunden und 1932 baute man den ‘Langen Herrmann’, einen schlanken Lichtmast aus Stahlbeton. Die Kutsche vor dem Gebäude wartet auf Fahrgäste. Zurecht, denn seit 1626 gab es dort eine Gastwirtschaft. Anfang des 19. Jahrhunderts baute der Fleischhauer Große dort das Hotel ‘Goldene Sonne’, später Hotel ‘Glück Auf ‘. Es wurde 1975 abgerissen.
Die Menschen auf dem Markt, ob Männer, Frauen oder Kinder, sind gut gekleidet Radfahrer gab es auch schon, allerdings keine Autos.“ Schreiber mailt: „Ich denke diese Künstlerkarte kann 1902 oder 1903 gezeichnet worden sein. Vielleicht har der Zeichner aus Gestaltungsgründen den Kandelaber ein Stück nach links gerückt. Ich kenne eine Fotografie von 1906, da steht die etwas bescheidener wirkenden mehrarmige Laterne, meiner Ansicht nach, etwas mehr mittig. Aber das kann optisch auch täuschen.“ Interessant ist tatsächlich der Aufwand, mit dem Ansichtskarten in der Zeit vor Film, Fernsehen und massenhafter Fotografie gefertigt wurden. Empfänger haben ihnen große Aufmerksamkeit gewidmet. Einen Nachdruck des Bildes schicken wir an Klaus Hirsch.
















Schreibe einen Kommentar