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Altes Crossen: Die idyllischen Bilder der Heimat

Bilder aus der alten Niederlausitz | Von | 13. Juli 2018

KW 27 Crossen an der Oder Blick vom Kirchhof auf Oderbruecke und Stadt e1531466236132

Viele Leser wussten: das ist Crossen an der Oder, heute Krosno in der polnischen Niederlausitz

Auf Sommertour in die Gegenden der Kindheit – diesmal an die Oder.

Wie schön! Erinnerungen werden wach, und viele Leser lernen eine Menge über die große Geschichte Brandenburgs und der Niederlausitz. Wir sind glücklich auf unserer „Damals“-Sommertour!
Gerhard Mannigel aus der Cottbuser Ackerstraße schreibt: „Ich danke dem Märkischen Boten dafür, dass er immer wieder Erinnerungen wachruft an Orte, die einen in der Kindheit mit geprägt haben. So auch Crossen a.O., wo meine Großeltern in der Altstadt wohnten, die es seit 1945 so nicht mehr gibt. Eine Kreis-/Kleinstadt mit einem Flair, was ich in Cottbus nicht spürte. Die Leute kannten einander, grüßten über die Straße, saßen an den TV-losen Sommerabenden auf den zahlreichen Bänken im Heinepark, es wurde erzählt, die Männer rauchten Pfeife oder auch mal eine Zigarre. Die Kinder spielten miteinander oder sahen den Anglern am Stadtgraben zu. An Markttagen wurden die Produkte vor dem Kauf verkostet, auch die noch handgeformte Butter, Eier wurden in Mandeln erworben – so die kindliche Wahrnehmung.
Die damalige Innenstadt, 1945 fast völlig zerstört, war immer wieder hochwasserbedroht. Das Crossener Schloss war ab 1650 Witwensitz der Gattin des vorletzten Brandenburgischen Kurfürsten Georg Wilhelm. Elisabeth Charlotte, Mutter des Großen Kurfürsten, war eine geborene Prinzessin von der Pfalz. Sie soll Crossen als „Klein Heidelberg“ bezeichnet haben.
Crossen als Garnisonsstadt war auch im Dezember 1740 Ausgangspunkt Friedrichs II. im 1. Schlesischen Krieg. Das Herabstürzen der großen Kirchenglocke während seines kurzen Aufenthaltes deutete er als gutes Omen.
1908 erhielt mein Großvater von der Stadt den Auftrag, mit seinem Steinmetzbetrieb den Marktplatz neu zu pflastern. Diese Jahreszahlen wurden im Pflaster festgehalten und sind noch vorhanden.
Dieter Kattusch aus der Welzower Straße in Cottbus berichtet:„Vor Jahren stand ich selbst vor diesem Brückenübergang. Wie Sie richtig schreiben, haben sich nach Kriegsende viele Menschen aus dieser Gegend aus den verschiedensten Gründen in der Niederlausitz neu niedergelassen. Dazu zählte auch meine Mutter. Sie hatte meinen Vater, der damals dort stationiert war, kennengelernt und folgte ihm nach Cottbus.“
Und Jana Höntzsch mailt: „Crossen an der Oder – da bin ich mir sicher, obwohl ich diese Stadt noch nie besucht habe. Ich kenne sie nur von zwei Bildern und einem Stadtwappen, die die Flucht meiner Großmutter aus Crossen unversehrt überstanden haben und so nach Großräschen kamen. Mein Vater wurde 1921 in der Steinstraße (bzw. Steintorstraße) geboren, ging in Crossen zur Schule und erlernte in der Drogerie Seliger den Beruf eines Drogisten. Als Kind fand ich die Erzählungen über seine eigene Kindheit immer sehr spannend. Es war von ausgedehnten Wanderungen entlang der Oder und dem Bober die Rede, von Angelausflügen und von Touren in die Weinberge…“
Herbert Ramoth berichtet: „Das letzte Mal sind wir im Juli 2015 über diese markante Brücke in Crossen/Krosno gefahren, um bei einer mehrstündigen, sehr lehrreichen Führung die Bunkeranlagen der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen (Ostwall) zu besichtigen. ‘Crosno’ wurde bereits 1005 erwähnt. Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde besonders die Altstadt stark beschädigt.“
Paul Kreutzer berichtet: „Es gibt noch etwas Restliches vom Schloss. Darin befindet sich ein Heimatmuseum mit sehr guten Dokumenten der deutschen Zeit. Besucher sind willkommen. Auch ist die landschaftliche Lage von Crossen an einem Oder-Steilufer fast einzigartig.“

Weitere historische Beiträge aus der Niederlausitz finden Sie hier!



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