
Erinnerung an lange Schlangen im Wohnungsamt / Ein EMW und der F 8:
Rein von der Logik her hat sie recht, unsere Leserin Aneliese Lepoki aus Großräschen, wenn sie schreibt: „Der Senftenberger Markt hieß schon immer Markt“. Aber es gab auch andere Zeiten. 1954 hieß er tatsächlich „Platz der Freundschaft“ und es war nicht etwa die Männerfreundschaft der Stammtischbrüder in den Lokalitäten des Platzes gemeint, wie sich die meisten erinnern. Klaus Hirsch aus Großkoschen haben es die Autos angetan: „Zwei von vier habe ich identifiziert. Der 2. von links ist ein EMW 340. Meist Behörden- und Polizeifahrzeug in der damaligen Zeit. Gebaut wurde er in Eisenach zwischen 1949 und 1955. 2-Liter-Maschine, Viertakt, 55 PS, 120km/h. Nachbau des BMW 321. Ging als Reparation meist in die damalige Sowjetunion. Vier Türen, die in der Mitte angeschlagen waren, d.h. die vorderen öffneten sich gegen die Fahrtrichtung. Als ich mal mitfahren durfte (nein, nicht mit der Polizei), kam ich mir wie in einer Sänfte vor. Der 2. von rechts ist ein DKW F8. 700 cm³, 20 PS, Zweitakter, gebaut zwischen 1939 bis 1942, danach als IFA-F8. 2 Türen, die ebenfalls gegen die Fahrtrichtung geöffnet wurden, Krückstockschaltung, 80 km/h, zweigeteilte rückwärtige Stoßstangen, dazwischen hing das Reserverad.“
Viel geschrieben hat R. Sufa aus der Senftenberger Seeadlerstraße. Er oder sie erinnert sich an den langen Gang im Wohnungsamt, „beim Rathaus hinten raus“, da standen immer viele Leute in der Hoffnung auf eine Wohnung. „Auch meine Eltern mit uns Kindern. Wir kamen 1947 über ein Flüchtlingslager aus Schlesien nach Senftenberg.“ Viele Leser schrieben uns. Danke. Zum Schiffausflug laden wir diesmal ein: M. Jurk aus der Laugkstraße,Gertrud Bergmann aus der Schulstraße und R. Sufa aus der Seeadlerstraße, alle aus Senftenberg. Glückwunsch!















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