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Noch immer Mauern

Kommentare | Von | 26. Januar 2024

Als hätten wir Deutschen nichts gelernt. Mauern, solange sie stehen, schützen nicht, sondern behindern. Erst als die in Berlin gefallen war, kam Bewegung ins Land, kam Hoffnung auf, schien Frieden möglich, wuchsen Wirtschaft und Wohlstand. Jetzt kriselt es, Konfrontation manifestiert sich und hilflos wird gemauert. „Brandmauern“ formulieren die demokratische Parteien, deren kollektive Erfahrung ganz anderes beinhaltet: Erst als Brandt, Kohl und andere über die Mauer hinweg mit Honecker in den Dialog traten, stimmte das kluge Volk ein und löste mit festem Willen zur Freiheit den Gordischen Knoten. Die Mauer fiel.
Nun beschwören Bundespolitiker diese ideologischen Brandmauer. Im Volk rumort es. Talkrunden sprechen über die Gegenseite, nie mit ihr, reden der Hochrüstung das Wort und mauern die Eliten ein – Barrikaden wider ein Volk, dessen landesweite Demonstrationen gegen Misswirtschaft und für Frieden und gesunde Demokratie ziemlich dreist umgedeutet werden.
Auch hier in der Lausitz gibt es massiven Unmut gegen neue Mauern. Seit drei Jahren wehrt sich eine Mittelstandsinitiative von hunderten Unternehmern, die für tausende Arbeitnehmer und deren Familien Sorge tragen, gegen grundfalsche Berliner Politik. Den Initiatoren geht es nicht um Machtspiele und Tricksereien im Vorfeld schmutziger Wahlkämpfe, sondern um die Rückkehr zu gesunder Volkswirtschaft, zu Energiepolitik, die Unternehmen und Familien nicht bedroht, um den Schutz des mühsam errungenen Wohlstandes, um gute Bildung für die Heranwachsenden und Gesundheitsvorsorge und Pflege für die Bedürftigen, um Frieden vor allem. Die Weiße Taube ist das Symbol dieser Lausitzer Mittelstandsinitiative auf ihren Fahnen.
Sonst, ohne diesen Frieden, hätten wir Deutschen nichts gelernt in der Zeit, seit die Mauern nicht mehr stehen, die massiven, und auch die in den Köpfen, die doch weitgehend schon abgebaut waren. Es gibt noch viel zu reden – nicht über-, sondern ganz ohne bange Vorbehalte miteinander. J.H.

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