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Der Spreewald ist ohne Wassernot - Märkischer Bote
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Der Spreewald ist ohne Wassernot

14. August 2015 | Von | Kategorie: Spreewald |

Der Spreewald ist ohne Wassernot

Während die Elbschifffahrt bei Dresden längst eingestellt ist, haben die Schleusenburschen, die Fährleute und die Bootsverleiher im Burger Spreewald gut zu tun. Was nicht vom Himmel als Regen kommt, liefert derzeit Vattenfall aus den aktiven Tagebauen zu: Alle Pumpen laufen beim Energiekonzern auf Hochtouren und machen dem Spreewald mit 600 Millionen Liter Wasser täglich einen touristischen Traumsommer Foto: Hnr.

Vattenfall-Brunnen laufen auf Hochtouren / Auch Malxe ist versorgt:
Region (MB). Die Wasserbehörden sind Vattenfall dankbar: Der Energiekonzern hält in diesen heißen Tagen alle verfügbaren Brunnen rund um die Uhr am Laufen. Im Tagebau Jänschwalde gingen sogar zusätzliche in Betrieb, wodurch sich die geförderte Tagesmenge an gehobenem Wasser um 14.000 Kubikmeter erhöht. Damit kann auch die Malxe dem Spreewald als wichtigster östlicher Zufluss stabil Wasser liefern. „Wir verfügen auch in solchen Extremsituationen über Erfahrungen und erprobte Vorgehensweisen“, sagt Dr. Stephan Fisch, Leiter Tagebauentwässerung bei Vattenfall. Aktuell leitet Vattenfall täglich fast 600 Millionen Liter Wasser in die Spree. Experten haben errechnet, dass derzeit fast die gesamte Wassermenge von 6,2 Kubikmeter pro Sekunde, die am Eingang des Spreewaldes in Bewegung ist, nicht vom Himmel gefallen oder von Schneeschmelze kommt, sondern aus den Lausitzer Tagebauen stammt. Damit ist auch gewährleistet, dass alle Berliner jetzt noch ausreichend Wasser haben. Wie schon zuletzt  2003 und 2006 sorgt Vattenfall dafür, dass im Spreewald kaum etwas von der Trockenheit zu spüren ist.
Die Wetterlage zwinge aktuell aber auch die drei Lausitzer Kraftwerke mit allen Blöcken in den oberen Leistungsbereich, erklärt Vattenfall-Sprecherin Kathi Gerstner, was zu extrem hohem Kühlwasserbedarf führt, der ebenfalls aus Tagebauen gedeckt werden muss. Windstrom falle gering an, Sonnenstrom dagegen werde von 11 bis 17 Uhr verstärkt eingespeist. „Das erfordert ein schnelles Runterfahren der Produktion zu Mittag und schnelles Hochfahren der Blöcke in den Nachmittagsstunden“, schildert sie. Im Juli habe es keinen solchen Wettereinfluss auf die Stromproduktion gegeben.




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