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Das neue Niederlausitz-Jahrbuch Nr. 7 16

Region | Von | 2. Dezember 2022

Hofschauspieler Wilhelmi

Aus dem NIEDERLAUSITZ-Jahrbuch Band 7: von Pannwitz aus Schlichow als Wiener Hofschauspieler Wilhelmi

Region (MB). Meister der Landschaft treffen sich auf dem Titel des neuen Niederlausitz-Jahrbuches: Vor Pücklers Parkmotiv zeigt sich nachdenklich Carl Blechen (31jährig), exklusiv von Benjamin Herzog für dieses Buch nach einer zeitgenössischen Skizze gestaltet. Dem Maler ist in diesem Buch anlässlich seines 225. Geburtstages ein Beitrag von Beate Gorenz, gewidmet, die seit vielen Jahren die Gemäldesammlung in Schloss Branitz betreut.
Mit Wortspielen und Arbeitsskizzen von Benjamin Herzog alias Dieter Thiel beginnt dieser Band launig und setzt fast weinselig fort, nämlich mit einem historischen Beitrag aus den Niederlausitzer Mitteilungen über Gebener Weinbau und Weinlokale. Das Bewahren und Verbreiten sonst kaum noch zugänglicher Texte aus alter Fraktur-Schrift ist eines der grund- sätzlichen Anliegen der Buchreihe.

Porzellan aus Sorau

Porzellan aus Sorau

Fesselnd und genau im Detail schildert ein Kriegskind / Schüler / Lehrling / Tischlergeselle / Bauarbeiter / Bauingenieur / Ehrenamtler im Sport über die Spanne von fast 80 Jahren das wahre Bild vom Leben im deutschen Osten. Das Raumflugplanetarium in Cottbus und sein DDR-typisch abenteuerliches Entstehen, die neue Technik sowie das Engagement für Sterne und Kultur behandelt ein weiterer Aufsatz. Wie der „Alte Fritz“ den Lesern des „Cottbus Anzeigers“ nahegebracht wurde, erfahren wir, ehe eine Reise in Herrenhäuser beginnt. Wenigstens 400 soll es in der Niederlausitz, einschließlich deren heute polnischem Teil. gegeben haben. Zwei heutige üplnische Eigentümerfamilien solcher Herrenhäuser waren bei der Buchpremiere am 1. Advent in der Slawenburg Raddusch anwesend.
Porzellan aus Sorau, dessen Produktion vor 135 Jahren begann, glänzt im mittleren Teil des Buches, wo auch das bald 300jährige Jubiläum des Kunstgusses in Lauchhammer angekündigt wird.
Jung Zeitgeschichte bespricht die Rolle der Kirche auf dem langen Weg zur deutschen Einheit aus Cottbuser Innenansicht, von einem Autor, der verantwortlich dabei war.
Dann geht es zur Wendisch-Deutschen Doppelkirche nach Vetschau und schließlich in die Slawenburg mit der Magie des Weißen Pferdes, die eine lange Geschichte hat und hier archäologisch unterstütz wird.

 Dr. Günther Scholz

Dr. Günther Scholz aus Forst in memoriam.

Junge Wissenschaft widmet sich nochmals der Zahsower Burg (Schanze), die schon Virchow untersuchte. Selten gewordene Porträt-Blätter aus einer privaten Sammlung erzählen von Ereignissen im 17., 18. und 19. Jahrhundert, und dann folgt der im Titel angekündigte Carl Blechen, bedeutendster Sohn der Stadt Cottbus, die er vergaß, sie aber zum Glück nicht ihn. In Sandow, dem Dorf vor der Stadt, ist Elisabeth Wolf geboren. Die große Künstlerin, die immer in Cottbus blieb, hat im Zeitraum dieses 7. Jahrbuches 150. Geburtstag.
Es gab in unserer Gegend viel Schwerindustrie und unter ihrem Führungspersonal auch Kunstsammler und Förderer der Moderne. In Lauta lebte einer, der Barlach, Nolde, Munch und andere sammelte.
Zuletzt wird nochmal der „Cottbuser Anzeiger“ zum Thema – nun anlässlich seines 175. Gründungsjubiläums. Er steht gewisse Zeit als liberale Krone über dem Lauf hiesiger Zeitungsgeschichte.
Das Buch Endet, wie die vorigen Bände. mit dem in memoriam für Persönlichkeiten, die von uns gingen und nicht vergessen werden: Dr. Günther Scholz, verdienstvoller Chefarzt der Forster Gynäkologie und Geburtshilfe, Helmut Rippl, Brandenburgs Ehrenprofessor, der aus Parken Denkmale werden ließ, Christoph Schroth, Nachkomme das Weimarer Märchendichter Musäus, uns „am Zonenrand“ mit Theaterkunst zu Träumen und Erkenntnissen verhalf, und schließlich Dr. Winfried Töpler, Theologe, Archivwissenschaftler und Redaktionsleiter der „Niederlausitzer Studien“. Autoren des Bandes sind mit den Herausgebern/Verlegerin J. & P. Heinrich und J. Lipsdorf wieder I. Arnold, M. Jurisch, S. Kohlschmidt, Dr. K. Lange, Dr. C. Lehm und Dr. U. Röthke sowie erstmals A. Bräuer, A. Dehner, B. Gohrenz, W. Kleinschmidt, S. Krestin, J. Rohde und G. Thiele.

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