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Das Schloss Spremberg im Sturm der Zeiten

Bilder aus dem alten Spremberg | Von | 12. Mai 2023

Das Märchenschloss hat sich in Spremberg bis heute erhalten

Das Märchenschloss hat sich in Spremberg bis heute erhalten

„Hier ist das Schloss in Spremberg abgebildet“, schreibt Regina Rothe aus Kolkwitz und fährt fort: „Es ist es das älteste Bauwerk der Stadt, im 11. Jahrhundert zunächst als Wasserburg erbaut, später zur frühbarocken Anlage überformt. Das Schloss erinnert mich an meine Schulzeit in Spremberg. Ich konnte es in den frühen 1960er Jahren zwar nicht besuchen, nahm es aber im Zeichenunterricht der 8. Klasse der damaligen Rosa-Luxemburg-Oberschule als Vorlage für eine Federzeichnung. Die halte ich seitdem in meiner Wohnung in Ehren. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, waren vor rund 60 Jahren die Bäume um das Schloss weitaus niedriger als bei der Abbildung.“

Federzeichnung vom Schloss Spremberg

Regina Rothes Federzeichnung vom Schloss Spremberg

Zur Schlossgeschichte merkt Manfred Gnida aus Spremberg an: „Schon um 1200 soll der Teil, wo sich heute der Turm befindet, auf einem Holzrost im Sumpf gebaut worden sein. Diese Burg wurde 1301 erwähnt und auch 1483 datiert. Als populäre Burgbesitzer sind 1349 der Thüringische Graf Günther von Schwarzburg-Wachsenburg, 1360 Kaiser Karl IV., und später Otto von Kittlitz genannt. 1680 erstand Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg aus der Konkursmasse Redern/Kittlitz die Herrschaft. Nach dessen Tod fiel die Grafschaft an Kursachsen. In leer stehenden Räumen sollen 1790 Magazine für ein sächsisches Infanterieregiment eingerichtet worden sein. Mit dem Übergang der Niederlausitz zu Preußen 1815 war das Schloss ungenutzt. 1840 diente es einem preußischen
Landwehrregiment. Im Westflügel war zeitweise die Schule von Slamen untergebracht. Während des Krieges 1870/71 wurde das Schloss Reservelazarett. 1878 übernahm die damalige Kreisverwaltung den Westflügel und das Amtsgericht den Ostflügel mit Gefängniszellen. Im Turm war ab 1927 ein Heimatmuseum. Seit 1945 war das Schloss Verwaltungssitz des Rates des Kreises und diente noch bis 1997 Verwaltungszwecken. Heute sind da das Niederlausitzer Heimatmuseum, die Musik- und Kunstschule, die Kreisbibliothek, ein Schlosshof für Veranstaltungen, ein Park mit wendischem Bauernhof, Kräutergarten, Lapidarium, Erinnerungsstücken der ehemaligen Kaserne, dem berühmten Kunstwerk Rosengitter sowie Einzelstücken abgerissener Dörfer.“

Das Spremberger Schloss in diesem Frühjahr. Ehe sich die Bäume mit frischem Grün schmücken, ist das stattliche Bauwerk in all seinen Teilen in voller Schönheit zu bewundern. Heute befindet sich in dem Gebäude unter anderem das Heidemuseum mit kostbarem Bestand.

Das Spremberger Schloss in diesem Frühjahr. Ehe sich die Bäume mit frischem Grün schmücken, ist das stattliche Bauwerk in all seinen Teilen in voller Schönheit zu bewundern. Heute befindet sich in dem Gebäude unter anderem das Heidemuseum mit kostbarem Bestand.

Klaus Reiter aus Cottbus schreibt: „Wir sind wieder mal in Spremberg, sehen das Schloss an der B156, Ecke Am Schweizergarten. Die Anlage nannte man Burgward, bestehend aus Schloss und Ländereien. Daher auch der Name Grodk, kleine Burg. Die Anlage ist von Wassergräben umgeben, daneben der Schwanenteich.“
H.-J. Klammer schreibt aus Gotha: „Eindeutig das Stadtschloss von Spremberg, betrachtet von der Muskauer Straße gleich hinter der Spreebrücke. Obwohl ich seit 1963 nicht mehr in Spremberg wohne, habe ich diesen Anblick sofort erkannt.“
Jens Pumpa aus Cottbus erklärt: „Das Schloss hat sich über verschiedene Baustufen von einer romanischen Burg bis zur spätbarocken Vierflügelanlage entwickelt. Die Baugeschichte ist seit dem 11. Jahrhundert belegt. Der untere Teil des großen Hauptturmes mit seinen bis zu vier Meter dicken Mauern ist der älteste Teil der Schlossanlage. Das Niederlausitzer Heidemuseum, am 9. Dezember 1911 als Stadtmuseum ins Leben gerufen, zog 1997 zum zweiten Mal in das Schloss.“ „Auf das Schloss Spremberg“ tippte auch Bernd Hunger aus Guben, und Reinhard Semt mailt: „Das Schloss in Spremberg, jetzt Heimatmuseum, war zum Zeitpunkt der Aufnahme weit mehr von Bäumen umgeben als gegenwärtig.“

Weitere Beiträge über das historische Spremberg und das Umland finden Sie hier!



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