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Leichhardts Großnichte Elisabeth Wolf

Bilder aus dem alten Cottbus | Von | 10. März 2023

Die Cottbuser Malerin Elisabeth Wolf hätte am 15. März 2023 ihren 150. Geburtstag gefeiert.

Die Malerin Elisabeth Wolf im 92. Lebensjahr.

Die Malerin Elisabeth Wolf im 92. Lebensjahr.

Sie war eine der frühesten Frauen an deutschen Malakademien, blieb hochproduktiv bis ins gesegnete Alter, und als sie im 92. Lebensjahr starb, stand in der Zeitung zu lesen: „Die älteste europäische Kunstmalerin ist im Bezirksrankenhaus (Cottbus) verschieden … Sie war eine der ersten Schülerinnen des großen Lovis Corinth und Weggefährtin von Käthe Kollwitz. In ihrem erfüllten Leben hat sie rund 1 500 Gemälde geschaffen…“
Das aktuelle „Niederlausitz-Jahrbuch 20-23“ würdigt die Malerin und Cottbuser Ehrenbürgerin anlässlich ihres 150. Geburtstages und schildert ihre familiären Wurzeln. Der heutige Stadtteil Sandow war noch ein selbständiges Dorf, als die Kaufmannstochter dort geboren ist. Schon ihr Urgroßvater Carl Christian Schmalfuß und auch ihr Großvater Friedrich August Schmalfuß waren angesehene Maler. Letzterer heiratete die Schwester des später verschollenen Australienforschers Ludwig Leichhardt, weshalb die Malerin Elisabeth Wolf als Großnichte sehr bemüht war um das Vermächtnis des Entdeckers. Der hatte Schwager Schmalfuß als wichtigste Bezugsperson. Über ihn und die Malerin kamen Leichhardts Tagebücher an die Öffentlichkeit.

Selbstbildnis

E. Wolf: Selbstbildnis mit rotem Hut, 1926

Die „Treue“ zur Sandower/Cottbuser Heimat hat dem malerischen Werk der hochbegabten Künstlerin Elisabeth Wolf keineswegs gut getan. Ihr fehlte, weit abgeschieden von den Zentren der lebendigen Bildenden Kunst, der schöpferische Austausch. So bleibt ihre Entwicklung in den glanzvollen Jahren vor dem I. Weltkrieg stecken. Sie opferte sich im Krieg als Krankenschwester auf und arbeitete später als Zeichen- lehrerin an der Gewerblichen Berufsschule.
Ihre lebhafte Teilnahme am heimatlichen kulturellen Alltag gemeinsam mit ihrem libanesischen Gefährten George Khoury, den sie wegen des Nachlasses am Ende ihrer Tage heiratete, brachten ihr dankbare Sympathien ein. Sie hatte im II. Weltkrieg ihr Haus, von dessen Mieteinnahmen sie zuvor lebte, verloren. Die Brandenburgische Provinzialverwaltung verschaffte ihr immerhin eine Ehrenrente. In der DDR wurde sie Ehrenmitglied des Verbandes Bildender Künstler. Neugierigen sagte sie: „Ich male, was mir Freude macht“, und das waren Staffel um Staffen die üppigen Blumenbouquets, die sie zu ihren Ehren- und Auszeichnungstagen bekam. H.

Weitere Beiträge über das historische Cottbus finden Sie hier!



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