Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Spremberg: Das Gasthaus im „Vierländereck“ - Märkischer Bote Spremberg: Das Gasthaus im „Vierländereck“ Spremberg: Das Gasthaus im „Vierländereck“Märkischer Bote
Sonntag, 14. April 2024 - 05:38 Uhr | Anmelden
  • Facebook SeiteTwitter Seite

header-logo

 
Overcast
15°C
 
das epaper der lausitzer heimatzeitung
Anzeigen

Spremberg: Das Gasthaus im „Vierländereck“

Bilder aus dem alten Spremberg | Von | 24. März 2016

damals160326spb

Das Restaurant „Zum goldenen Löwen“ befand sich einst in Heinrichsfeld, heute Stadtteil von Spremberg

Leser erinnern sich an das frühere Restaurant in Spremberg-Heinrichsfeld:
Mehrere richtige Zuschriften haben uns zum Rätselbild der vergangenen Woche erreicht. Dazu gehört auch die Zuschrift von Franz Bergmann aus Cottbus. Er schreibt: „Ich glaube, das gesuchte Restaurant befand sich im heutigen Spremberger Ortsteil Heinrichsfeld. Die Siedlung kam am 1. Januar 1946, also vor genau 70 Jahren, zur Spreestadt. Ich weiß vom Hörensagen, dass unsere Verwandtschaft dort öfter mal einkehrte. Leider weiß ich nicht mehr, wie der Wirt hieß. Jedenfalls soll es dort deftige Lausitzer Hausmannskost gegeben haben.“
Alfred Mergel aus Berlin schreibt: „Zufällig habe ich im Internet ihr Rätselbild im Märkischen Boten entdeckt. Ich glaube, das gesuchte Lokal befand sich in Heinrichsfeld, das heute zu Spremberg gehören müsste. Ich kenne diesen Ort noch aus meinen Kindertagen, hatten wir doch dort Verwandtschaft. Über die Gaststätte kann ich weniger sagen, dafür über Heinrichsfeld selbst. Der Ort hat zu DDR-Zeiten sein Ansehen erheblich gewandelt. Moderne Wohnblöcke entstanden in den 1950er- und 1960er-Jahren, beispielsweise entlang der Heinrichsfelder Allee. Am Wasserturm wurden Ende der 1970er-/Anfang der 1980er-Jahre viele Einfamilienhäuser errichtet. Heute gehört dieses Areal zu den attraktivsten Wohngegenden der Stadt Spremberg. Und selbst der Wasserturm wird heute zu Wohnzwecken genutzt.“
Max Frischke aus Forst merkt an: „Ich kenne Heinrichsfeld aus Jugendtagen ganz gut. Mein Vater war öfter in Heinrichsfeld zum Tanz. Ich glaube, der fand im Goldenen Löwen statt, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Ich selbst habe die Gaststätte zumindest von innen nicht mehr kennengelernt. Zudem ist mir der schöne Sportplatz in Erinnerung geblieben. Dort kickten die Fußballer des FSV 1895. Zudem fanden auf dem weitläufigen Areal weitere Sportveranstaltungen statt. Bis heute wirkt der Sportplatz sehr gepflegt. Und wenn ich mich recht erinnere, wird diesen Sonnabend dort wieder das große Osterfeuer entzündet.“
Dieter und Lucy Jeinsch aus Spremberg schreiben: „Das Bild vom Restaurant „Zum Goldenen Löwen“ in Ihrer letzten Ausgabe am 19. März war eine Steilvorlage für meinen Opa Dieter Jeinsch. Er erzählte mir ein paar Geschichten aus seiner Kindheit in Heinrichsfeld. Das Restaurant „Zum Goldenen Löwen“ befand sich an der Ecke Zuckerstraße/ Bergmannsweg. Diese Ecke wurde während seiner Kindheit auch als ‘Vierländereck’ bezeichnet. Dort trafen die Orte Heinrichsfeld, Kochsdorf, Pulsberg und Roitz zusammen. Das Restaurant ‘Zum Goldenen Löwen’ gehörte zu Heinrichsfeld. Der Besitzer war die Familie Buder. Auf dem Bild zu sehen ist das Restaurant und auf der linken Seite der Tanzsaal. Links neben dem Tanzsaal befand sich die Bäckerei Kubick. Dort ließen meine Urgroßeltern oft Brot und Kuchen backen. Auf dem Hof des Restaurants ‘Zum Goldenen Löwen’, der Eingang befindet sich auf der rechten Seite des Bildes, gab es eine Kegelbahn und eine Anlage zum Vogelschießen. Hier hat mein Opa als Kind manchmal die Bolzen beim Vogelschießen eingesammelt oder die Kegel aufgestellt. Dafür gab es oft eine kleine Anerkennung. Was es genau war, wollte er mir nicht erzählen.  Vom Hof ist man durch eine große Saaltür in den Tanzsaal gelangt. Früher waren die Tanzveranstaltungen um 19 Uhr bereits in vollem Gange. Unvorstellbar heute! Seine große Schwester Inge durfte bereits zum Tanz gehen. Opa hat dann manchmal mit seinen Freunden durch die großen Fenster in den Tanzsaal gelauscht. Eine kleine Panik brach stets bei Kontrollen zur Sperrstunde im Tanzsaal aus. Dann sprangen die jüngeren Gäste aus den Fenstern hinter der Bühne. In Heinrichsfeld gab es übrigens noch ein weiteres Wirtshaus mit Namen ‘Schwarzer Bär’. Das ist aber eine andere Geschichte.“
Gewonnen hat dieses Mal Familie Jeinsch.    Glückwunsch!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: