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Forster Flüchtlinge wollen sich einbringen

Forst & Döbern | Von | 25. September 2015

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Der 29-jährige Rami aus Syrien hat am Donnerstag einen Praktikumsvertrag bei Mattig & Lindner unterschrieben. Arbeiten darf er erst mit Anerkennung. Kathleen Hubrich vom Programm „Soziale Stadt“freut sich über das vielfältige Engagement der Ankommenden sowie der Ehrenamtler aus Forst Foto: M.K.

Forster Flüchtlingsnetzwerk ist aufgestellt / Unternehmen bietet Praktika:
Forst (mk). Gepflegtes Äußeres. Perfektes Englisch. Rami ist 29 Jahre jung. Der syrische Innenarchitekt hatte sich im vergangenen Oktober auf die Reise gemacht, um für seine Familie irgendwo anders einen Ort zu finden, der eine Zukunft bietet. Seine Frau war damals bei seiner Abreise schwanger. Seine Tochter Joly hat Rami so noch nie in seinen Armen halten können. Um sie nach Deutschland holen zu können, braucht er eine Anerkennung. Das Verfahren läuft. Sein Zimmernachbar wartet seit einem Jahr und acht Monaten auf diese Anerkennung. Rami will aber nicht Däumchen drehen. In der Kreativgruppe engagiert er sich, damit Flüchtlinge und Forster zusammenkommen. Auch einen Malkurs leitet der Syrier. Erst in der Asylunterkunft in der Gubener Straße und seit kurzem auf Initiative von Dr. Andreas Kaiser vom Bildungs-Fachbereich auch in der Grundschule-Nordstadt. Integration wird hier bereits gelebt. Arbeiten darf der Innenarchitekt ohne Anerkennung nicht. Bei Mattig & Lindner hat er am Donnerstag aber einen Praktikumsvertrag unterschrieben. Ab 7. Oktober, so Kathleen Hubrich vom Programm „Soziale Stadt“ beginnt auch der Deutschkurs von Rami. An solchen Kursen gibt es einen hohen Bedarf. Kathleen Hubrich weiß, dass viele Flüchtlinge so schnell wie möglich arbeiten möchten. Dass sie nicht zum Jobcenter möchten und ihre Wohnung selbst bezahlen wollen. Im Flüchtlingsnetzwerk der Stadt engagieren sich Bürger, die Stadt, die Polizei, Flüchtlinge, Kirchen und Fraktionen. Auch Rami will sich einbringen -vor allem seiner Familie wegen. Als Dolmetscher ist er bereits aktiv.



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