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Staatstheater Cottbus stellt Plan für Spielzeit 2022.23 vor

Cottbus | Von | 28. April 2022

Staatstheater

Dreifaltige Schauspieldirektion im Pressegespräch zur Spielzeit 22/23 des Staatstheaters Cottbus: Franziska Benack, Philipp Rosendahl und Armin Petras. Foto: Frank Heinrich

Cottbus (MB/F.H.) Eine Maske fiel denn doch noch nicht im künstlerischen Vorstand während der Pressekonferenz, aber die Stimmung war hochoptimistisch: Ensemble und Publikum des Cottbuser Staatstheaters freuen sich auf Lust und Nähe in der kommenden Spielzeit. Mit 20 Premieren (davon fünf Uraufführungen), acht Philharmonischen Konzerten, der schon eingeübten Dreier- Schauspieldirektion und drei neuen Schauspielern und auch zahlreichen Gastspielen startet das Staatstheater Cottbus endlich wieder Spielzeit, in der, so Intendant Stephan Märki, „hoffentlich nicht mit Einschränkungen zu rechnen ist“. Künstler und Publikum, Theaterleute vor und hinter den Bühnen dürfen sich wieder nahe sein. Die Saison trägt das Motto NÄHE und stellt sie in vielfachen Facetten und Formen geistig und auch körperlich her. Ein witziges Angebot ist vor dem Großen Haus der Fotoautomat. Vorbeigehende können sich hier ins „Gästebuch spielen, freundliche oder kritische Botschaften an das Theater zu hinterlassen.
Co-Schauspieldirektor Armin Petras eröffnet in Kooperation mit dem Lausitz Festival die Saison 22/23 im Großen Haus und begibt sich mit „Im Berg“ nach dem Roman von Franz Fühmann auf Spurensuche ins Mansfeldische zu verschwundener Arbeit und abgebaggerter Landschaft. Eine spartenübergreifende Uraufführung mit Musik von Thomas Kürstner und Sebastian Vogel. Auf regionaler Spurensuche in geografischer und zeitlicher Nähe Franziska Benack, Philipp Rosendahl und Armin Petras als Schauspielchefs mit den Romanen „Raumfahrer“ von Lukas Rietzschel und „Kairos“ von Jenny Erpenbeck unterwegs. Die dramatisierte Uraufführung handelt von Menschen, die sich im Strudel der deutsch-deutschen Geschichte finden. Am Anfang der Saison im Großen Haus steht die Super-Komödie „Der nackte Wahnsinn“. Auch zwischen den Sparten findet das Staatstheater – wie einst gewohnt – wieder Nähe. Mit den Klassikern „Romeo und Julia“ (Regie Philipp Rosendahl) und „Tristan und Isolde“ präsentieren Schauspiel und Musiktheater zwei unsterbliche Liebesgeschichten. Richard Wagner schrieb die „Oper aller Opern“ ,Intendant Stephan Märki wird sie inszenieren – in Weltklasse-Besetzung mit Catherine Forster als Isolde und Bryan Register als Tristan. In Mozarts „Zauberflöte“ verhandelt Regisseur Tomo Sugao, mit seiner zweiten Inszenierung am Haus eigentümliche Verschränkungen verschiedener Lebensalter und Wege, während Tschaikowskis „Nussknacker“ als Ballettmärchen ganze Familien begeistern möchte. Choreograf ist dabei Giorgio Madia. Der Ballettabend „Freddie“ mit einer Choreografie von James Sutherland setzt der großen Rock-Ikone Freddie Mercury ein Denkmal. Im Schauspiel bleibt es mit „Die Leiden des jungen Werther“ und „Equus“ tragisch, ein wenig auch in der Oper „La Bohème“ in der Regie von Claudia Meyer, die hier erneut zu Gast ist.
Mit „Anna Karenina“ wagt das Schauspiel ein großes Gesellschaftspanorama im alten Russlands. Im Konzert stricken GMD Alexander Merzyn und das Philharmonische Orchester um mehrere Werke des Spielzeitkomponisten György Ligeti, der 2023 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, ein europäisches Netz künstlerischer Nähe. Die Natur ist denn das Spielzeitthema dieser Sparte. Mit Anna Skryleva steht im 7. Philharmonischen Konzert erstmals wieder eine namhafte Dirigentin am Pult. Vier Konzerte leitet GMD Alexander Merzyn. Als besonderes Format tritt „Jukebox“ auf, wo Schauspieler Musikwünsche des Publikums erfüllen. In Offenen Proben, in offiziellen Nachgesprächen und inoffiziellen Kantinengesprächen wird das Theater wieder zum lebendigen Ort der Begegnung. Da man sich auch im Chor wieder nahe stehen kann, führt die Singakademie auch endlich das verschobene große „Brahms-Requiem“ auf.
Erstmals bündeln das Cottbuser Kinder- und Jugendtheater Piccolo und das Staatstheater ihre Kompetenzen und schnüren ein musikalisch-tänzerisches Paket für Kinder ab fünf Jahren in der Koproduktion „Das Katzenhaus“. Und auch die „Brandenburgischen Gespräche“, die Jörg Thadeusz in der vergangenen Spielzeit jeweils vor vollem Haus geführt hat, möchte das Theater fortsetzen. Auch in wichtigen Großereignissen des Theaterjahres sucht das Staatstheater die Nähe zur Stadt Cottbus und zu ihrer wechselvollen Geschichte. Im November ist das 25. Jubiläumsjahr der großen Preisverleihung der Max Grünebaum-Stiftung erreicht. Zum Eröffnungswochenende der Saison wird bereits im August mit einem “Theater-Stadt-Fest“ eingeladen. Ein buntes Programm verbindet dann den Schillerplatz, das Großes Haus und die Kammerbühne mit der Innenstadt und auch dem Branitzer Park. Mit nächtlicher Party, kleinen szenischen Ausschnitten in der Kantine, großer Oper auf der Bühne und dem traditionellen Open-Air-Konzert des Philharmonischen Orchesters in Branitz ist an zwei hoffentlich schönen Spätsommertagen ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Zum Ende der Saison darf endlich auch wieder bei der Walzernacht auf dem Cottbuser Altmarkt wieder dicht an dicht getanzt werden – für Frühentschlossene auch bei sehr guter kulinarischer Betreuung.

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