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Kupfer in fremden Händen

Kommentare | Von | 16. Juni 2012

kommentar_m_klinkmuellerHoffnung auf Arbeitsplätze für sich oder für ihre Kinder und Enkel. Das war es, was die Spremberger am Montagabend zahlreich in das Hotel Georgenberg lockte. Zwei Stunden erhielten sie Informationen zum Verfahrensstand eines möglichen Erzbergwerkes. Das Ergebnis: Statt Gewissheit bleibt es bei Hoffnungen. Weniger der Kupfergräberrausch beherrschte die Stimmung im Saal sondern der Konjunktiv. In acht Jahren könnte in Spremberg das erste Kupfererzbergwerk Deutschlands stehen. Dann könnten 350 Millionen Euro Jahresumsatz erzielt und eintausend Arbeitsplätze für eine Zukunftsperspektive sorgen. Als Optimist outete sich der Kupferschiefer-Lausitz-Chef Thorsten Lautsch, der mit dem sympathischen Satz „ sonst hätte ich nicht drei Kinder zur Welt gebracht“, für Heiterkeit sorgte. Jedoch musste man nicht zwischen den Zeilen hören, um zu erkennen, dass das Hoffnungsprojekt Kupfer am seidenen Faden hängt. Denn neben den eventuellen Umweltbelastungen ist es vor allem die Finanzkrise, die wie eine Guillotine alle Hoffnungen köpfen könnte. Lag noch vor kurzem der Preis für eine Tonne Kupfer bei zehntausend Euro, sind es heute nur noch siebentausend Euro. Die Wirtschaftlichkeitsschmerzgrenze liegt bei etwa fünf bis sechstausend Euro. Da niemand weiß, wie die Krise weiter verläuft, weiß auch niemand, ­ob das Erzbergwerk eines Tages
Gewerbesteuereinnahmen in die Spremberger Haushaltskasse spült. Erkenntnis des Abends ist: das Kupfererz ist da. Ob es abgebaut werden kann, liegt jedoch in Händen, die keiner der im Saal Anwesenden je geschüttelt hat. Was bleibt sind viele Fragezeichen und wenig Ausrufzeichen und natürlich die Hoffnung. Mathias Klinkmüller



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