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Lausitzer Wasser-Guru wird 80

Region | Von | 31. Mai 2024

Prof. Grünwald gründete 1993 den BTU-Lehrstuhl Hydrologie.

Uwe Gruenewald

Prof. Uwe Grünwalds Thema war und ist das Wasser.

Am kommenden Sonnabend, dem 8. Juni, vollendet der 1944 in Jena geborene Uwe Grünewald sein 80. Lebensjahr. Bekannt ist der Jubilar als ein bedeutender Hydrologie-Professor unserer Zeit und dieser Region. Nach einer gediegenen fachlichen Ausbildung an der TU Dresden und mehreren beruflichen Stationen in Berlin, Erfurt und Dresden gründete er bereits am 1. April 1993 den Lehrstuhl für Hydrologie und Wasserwirtschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus. Schnell erkannte er dabei die besonderen Herausforderungen, die vom Einfluss des Bergbaues auf den natürlichen Wasserhaushalt ausgingen. In kurzer Zeit stellt Uwe Grünwald ein wissenschaftliches Team zusammen, welches fortan in Lehre und Forschung sehr erfolgreich war. Heute rekrutiert sich die insbesondere in der Lausitz vorhandene Wasserkompetenz in starkem Maße aus Absolventen seines Lehrstuhls. In der Forschung fokussierte er sich einerseits auf die Rehabilitierung des vom Braunkohlenbergbau geprägten Wasserhaushaltes und andererseits auf die Hochwasservorsorge für Deutschland und darüber hinaus. Dem Lebenselixier Wasser und damit der Natur und dem Menschen war und ist er immer aufs Engste verbunden. Auch im Ruhestand kümmert er sich weiter um das Wasser, ist Gründungsmitglied des Wasser-Cluster-Lausitz e.V. und war anfangs dessen Erster Vorsitzender. Er war es auch, der sich als Erster öffentlich über die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Elbewasser-Überleitung zur Spree äußerte und dabei damals (vor 25 Jahren) vielfach Spott erntete. Heute wird an dieser Möglichkeit ernsthafter denn je gearbeitet. Rückblickend kann Uwe Grünewald ein positives Lebensfazit ziehen, wird aber nicht müde zu mahnen, dass aktuell in der Gesellschaft kaum auf älteres, sorgfältig erarbeitetes Wissen zurückgegriffen wird und stattdessen mit vielen Steuermillionen immer wieder neue Untersuchungen angestellt werden. Dies trifft sowohl auf die Hochwasservorsorge als auch auf die absehbaren wasserwirtschaftlichen Folgen des Kohleausstiegs zu.
Sein Credo lautet daher: „Wir wissen genug; traut euch Entscheidungen zu und beginnt zu bauen.“ Wir wünschen ihm weiterhin Gesundheit, Glück und Wohlergehen. Ingolf Arnold

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