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Guben: Land vom Bauern für den Saalanbau

Bilder aus der alten Neißestadt Guben | Von | 22. Januar 2016

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Unser letztes Rätselbild zeigte den ehemalige „Jägerhof“ in Kerkwitz

Von der Bahn ins Tanzlokal / Ziegeleibesitzer ließ Gasthof errichten:
Gerne erinnerten sich unsere Leser an den beliebten Gasthof „Jägerhof“ in Kerkwitz. Die Schranke im Vordergrund war dabei nur ein Indiz, die bei der Lösung halfen, so auch Henry Melchert und auch Karin Czaja Sie schreibt: „Der Fotograf stand bei seiner Aufnahme hinter der geschlossenen Bahnschranke (dorfseitig) – wir sehen eine Seitenansicht, Haupthaus mit Saal (rechts). Die Lösung war diesmal ein Heimspiel für mich, geboren in Kerkwitz und hier auch wohnhaft. Außerdem befasste ich mich vor einigen Jahren intensiv mit der Geschichte der Kerkwitzer Ziegelei. Der Besitzer dieser Ziegelei, Gustav Lejeune (1882-1945) ließ 1896 unweit seines Werkes und neben dem Bahnhof ein Gasthaus mit kleinem Hotel bauen – den ‘Jägerhof’. Diese Einrichtung war als Treffpunkt für seine Jagdgesellschaften gedacht, obwohl man in der Bevölkerung munkelte, dass die Ziegeleiarbeiter dort ihren Lohn umsetzen sollten. Lejeune betrieb sein Gasthaus nie selbst, das übernahmen wechselnde Pächter. Der Jägerhof hat in den über 100 Jahren seines Bestehens sein Aussehen kaum verändert. Lediglich der Saalanbau durch die Familie Dullin machte hier eine Ausnahme. Um das Vorhaben für den schönen, großen Saal verwirklichen zu können, wurde extra ein Streifen Land vom Kerkwitzer Bauern Lorenz aufgekauft. Der ‘Jägerhof’ überstand beide Weltkriege, mit Erfolg 40 Jahre DDR, eingeschlossen die so genannte Wendezeit, bis zur endgültigen Schließung. 1896 baute sich Lejeune ganz in der Nähe seinen Landsitz, mit imposantem Turm und notwendigen Nebengebäuden.“
„Bis 1980 leitete Frau Noack und Herr Hensel den Jägerhof. Danach wurde er an den VEB Numerik Karl-Marx-Stadt verkauft und wurde von Herrn Seifer geleitet. In diesem Zusammenhang wurde das Objekt umgestaltet und ein Kinderferienlager errichtet. Als Maler habe ich beim Umbau mitgearbeitet. Nach der Wende erwarb die Familie Seifer die Gaststätte und führte sie bis 2005. Danach bewirtschaftete Herr Dolatta den Jägerhof. Seit 2006 steht die Gaststätte leer. Schade!“, schreibt Hans-Joachim Strafe.
Auch Angelika Schmidt verbindet schöne Erinnerungen mit dem Haus: „Ich kenne den ‘Jägerhof’ gut, da ich in meiner Jugend oft dort zum Tanz war. Gäste konnten immer direkt mit dem Zug nahe der Gastlichkeit aussteigen. Ich denke gern an die Zeit zurück. 1985 haben wir die Jugendweihefeier meines Sohnes dort gefeiert. Im Garten hinter dem Restaurant gab es Bungalows, wo alle unsere Gäste übernachtet haben. So konnten wir am nächsten Tag ein schönes Frühstück genießen. Das war sehr schön. Die Hausmannskost war top. Ich selbst habe über 20 Jahre in Groß Gastrose gelebt. Ich erinnere mich auch, wie wir zu DDR-Zeiten immer unser Elternaktiv im Gastraum abgehalten haben. Wir haben dabei immer gut gegessen und schön geschnappert.“
„Nach zahlreichen Pächter- und Besitzerwechseln wurde die Gaststätte 2006 wohl für immer geschlossen. Bleibt es bei den Plänen der Kohlenlobby, dann fällt der Ort zusammen mit Atterwasch und Grabko dem Tagebau zum Opfer und es bleibt nur ‘Es war einmal’“, schreibt uns Arno Schulz.
Auch Walter Breuer, Marlies Neuber und Frau Oehler aus Guben und Bernd Tornow kannten die richtige Lösung. Gewonnen hat Karin Czaja.
Herzlichen Glückwunsch.



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