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Lausitz ist Verlierer

Kommentare | Von | 30. Oktober 2015

Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de

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Kein Zweifel – der Kompromiss, die Jänschwalder Kraftwerkskapazitäten auf Sicherheitsbereitschaft zu parken, ist ein fauler für die Lausitz. Während sich für Vattenfall, den ohnehin auf Verkauf des Braunkohlegeschäfts programmierten Konzern, der Schaden bei üppiger Vergütung aus Bundeskassen in Grenzen hält, bleibt die Lausitz einmal mehr auf der Strecke. Die Folgen des in Berlin gefeierten Kuhhandels sind für Städte wie Peitz und Cottbus, aber auch Guben, Forst, Spremberg und Senftenberg dramatisch. Wo bisher beachtliche Vattenfall-Steuern flossen, steht fortan eine Null. Schlimmer noch: 70 Millionen Euro jährliches Auftragsvolumen an regionale Unternehmen fallen weg. Mit katastrophalem Effekt für Industrie, Handwerk, Handel und alle Branchen der Dienstleistungen. Die seit 25 Jahren gebeutelte Lausitz erhält einen weiteren harten Schlag.
Das Tragischste dabei ist die Sinnlosigkeit. Die hier reduzierte Emission wird vermehrt ein paar Kilometer entfernt in Nachbarländern vermehrt erzeugt. Der Vorsitzende von Pro Braunkohle, Wolfgang Rupieper, personifiziert den Skandal: „Angela Merkel positioniert sich als Klimakanzlerin für Geschichtsbücher, aber sie ist nichts anderes als  Totengräber der Lausitz.“ Drastisch, aber hinsichtlich jeglicher fehlenden Bundes-Lobby für diesen fernöstlichen Landstrich leider zutreffend.
Indes: Diese Katastrophe rollt gut wahrnehmbar seit Jahrzehnten auf uns zu. Wenn die Lausitz jetzt bekennt, auf den Ausstieg aus der Braunkohle in keiner Weise vorbereitet zu sein, wird es allerhöchste Zeit, an den wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Stellschrauben dieser Region zu drehen. Was sonst?



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