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Georgischer Klang in der Vetschauer Wendischen Kirche

Region | Von | 21. Mai 2022

Kirche Vetschau

Auf dem Bechstein-Flügel in der Wendischen Kirche in Vetschau verzauberte Duana Mazmanisvili ihre Hörer mit Chopin.

Vetschau (h.) Die Spreewaldstadt und ihr zunehmend besser aufgestelltes Museum Slawenburg Raddusch waren letzten Freitag in der Vetschauer Wendischen Kirche Gastgeber eines großartigen musikalischen und bedeutenden gesellschaftlichen Ereignisses. Aus Anlass des 30. Jubiläums der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Georgien gab die international bewunderte georgische Pianistin Dudana Mazmanishvili ein Benefizkonzert, dessen Spendenerlös der musischen Bildung Vetschauer Kinder zugedacht war.
Zu den begeisterten Hörern gesellte sich Brandenburgs Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, eine Musikwissenschaftlerin, die das zivilgesellschaftliche Engagement für diesen Länderkontakt lobte und dem Organisator, Jens Lipsdorf, persönlich dankte. Der verwies auf den „Urheber“ der Verbindung. Das sei kein Geringerer als der geniale Arzt und Archäologe Prof. Rudolf Virchow, der die Lausitz und Georgien gleichermaßen gern besuchte und daher in der Slawenburg Raddusch angemessen geehrt wird.
Sehr herzlich bedankte sich Georgiens Botschafter in Deutschland, Exzellenz Levan Izoria, für die Arbeit der Brandenburgisch-Georgischen Gesellschaft. „Sie hilft uns hoffentlich auf unserem Weg in die EU, den wir beschreiten wollen“, sagte er. Georgien sei zu 20 Prozent russisch okkupiert und habe angesichts der Situation in der Ukraine erhebliche Sorgen um seine Sicherheit. Er freue sich, dass die Landtagspräsidentin im August Georgien besuchen werde.
Mit einem Lob auf den wunderschönen Spreewald, den sie auf einer Kahnfahrt genossen hatte, änderte Dudana Mazmanishvili ihr Programm und eröffnete mit Chopins lieblicher „Barcerolle“, Fis-Dur, op. 60. Geradezu entrückt entfaltete sie auf geniale Weise die Klangstimmungen einer Landschaft, eben dem „Venedig des Nordens“, als habe Chopin es mit ihr zusammen im Kahn empfunden. Dies und alle folgenden Stücke spielte die Künstlerin auf dem Bechstein-Instrument auswendig. Höhepunkt waren die vier Sätze von Frédéric Chopins Klaviersonate h-Moll op. 58, die im kirchlichen Raum den guten Gedanken in überirdischer Weise Flügel verliehen. Danke, Dudana Matmanisvili! Dem Beifall folgte nochmal Chopin als Zugabe.

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