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CTK: 30 Prozent der Covid-Patienten sterben

Cottbus, Top-Themen | Von | 23. April 2021

Intensiv-Personal seit sechs Monaten im Dauer-Ausnahmezustand / Sondersitzung des Stadtparlaments OB schlägt Status „Modellkommune“ vor und schränkt ein: „Ein Konzept gibt es dafür aber nicht“.

CTK

Mit schwarzen Masken in der Video-Konferenz: OB Holger Kelch (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Drogla Foto: Hnr.

Cottbus (hnr.) Einer Zusammenfassung der Sprecherin des Gesundheitsamtes, die Situation sei entspannt, widersprach CTK-Chef Dr. Götz Brodermann energisch: Aktuell behandelt das Krankenhaus 36 Covid-Patienten, 16 auf der Intensivstation, davon neun beatmet. Und deutlicher: „Bisher hat das CTK 683 Patienten mit Covid behandelt, 202 sind verstorben. Das heißt, 30 Prozent unserer Patienten sind im Krankenhaus gestorben.“
„Wir sind von der zweiten direkt in die dritte Welle gekommen.“, sagt Brodermann. „Seit sechs Monaten bedeutet das Dauer-Ausnahmezustand für das Personal.“ Vor Corona hatte das CTK 24 Intensiv-Betten mit Beatmung. Die Zahl wurde bis 51 aufgestockt. „Im Intensivbereich sind wir mit 208 Prozent überbelegt.“
Harte Fakten in einer Sonder-Stadtverordnetensitzung zur Corona-Situation, die auf Antrag von Bündnis 90/Grüne am Mittwochabend stattfand. Zur Lage der Wirtschaft zeichnete IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle ein trübes Bild der Innenstädte nach Corona. Es müsse dann Förderprogramme für neuen Handel und Investitionen in Innenstädte geben. Das Ordnungsamt berichtete von 107 000 Euro an Buß- und Ordnungsgeldern für Masken- und Kontakt-Verstöße. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Vereinssport im Freien hielt Stadtsport-Geschäftsführer Tobias Schick, und es gab kritische Nachfragen zu Tests in Schulen und Kindergärten. Zu tausenden sind die erfolgt – nur ein Fall eines positiv getesteten Kindes wurde bekannt.
OB Holger Kelch geht von „Corona auf lange Zeit“ aus, fordert aber einen Paradigmenwechsel. Er will Cottbus als Corona-„Modellkommune“ ausweisen, räumt aber ein, dass es (noch) kein Konzept dazu gibt. Er kritisiert, dass das Land sich zu dem Vorschlag „nicht regt. Aber immerhin haben wir den Hut in den Ring geworfen.“
Zu welchem Wettkampf? Antragsteller Rainer Weißflog sieht immerhin „einen Perspektivplan, der ständig entwickelt wird.“

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