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Welzow: Kohle führt Dorf zum Stadtrecht

Wirtschaft | Von | 26. August 2016

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Handbemalt ist das Brikett, welches die Welzower Bürgermeisterin Birgit Zuchold in ihrer Hand hält. Anlässlich der Festtage zur 150-jährigen Braunkohleförderung wurden diese in der Brikettfabrik Schwarze Pumpe für die Festgäste hergestellt Foto: Mathias Klinkmüller

Welzow feiert am Clara-See 150 Jahre Bergbau

Welzow (mk). Paul Rüdiger. Dieser Name ziert keine Straße in Welzow. Kein Platz ist nach ihm benannt. In diesem Jahr wird der Unbekannte zum Bekannten. Denn genau dieser Rittergutsbesitzer beantragte 1866 die Schürfrechte zum Zwecke der Braunkohleförderung. Was daraus folgte, war der Aufstieg des damals 263 Einwohner zählenden Heidedorfes. Bis Neupetershain gab es nicht einmal einen Weg. Ohne den Bergbau, da ist sich die Bürgermeisterin Birgit Zuchold sicher, wäre Welzow heute noch ein kleines, unbedeutendes Dorf am Rande der Bundesstraßen gelegen.
Das Finden der Kohle war eher Zufall, geht aus alten Dokumenten hervor. So wollte der Rittergutsbesitzer zunächst Lehm abbauen. Das erste Lausitzer Flöz befand sich damals aber bereits drei bis vier Meter unter der Erde.
Seitdem ist der Bergbau identitätsstiftend für Welzow. Schlegel und Eisen zieren viele Gebäude der Industriestadt und auch im Stadtwappen hat der Bergbau einen festen Platz gefunden. „Ich bin der Überzeugung, dass es hier in jeder Familie einen kleinen Bergmann gab“, vermutet Birgit Zuchold. Folgerichtig möchte sie mit allen Welzowern am 23. September um 19 Uhr unter dem Thema „150 Jahre Kohlebergbau in Welzow“ die Festtage zum Jubiläum eröffnen. An der einstigen Grube Clara, wo die Förderung begann, dient der Clara-See an diesem Tag als tolle Kulisse für eine Musik- und Lichtshow. Zudem wird den Besuchern hier altes Foto- und Filmmaterial zum Ort gezeigt. Besonders stolz ist Birgit Zuchold an diesem Tag auch, eine Ortschronik präsentieren zu können. Das Unternehmen Vattenfall hat die aufwendige Recherche ermöglicht, so dass die Chronik ab den Festtagen auch zu erwerben ist. Bislang gab es lediglich ein Heimatbuch aus dem Jahr 1937. „Eine Chronik der gesamten geschichtlichen Entwicklung hat es noch nie gegeben“, sagt die Bürgermeisterin. Am 24. September erwartet die Gäste auf dem EXCURSIO Bahnhof Welzow ab 15 Uhr ein vielfältiges Nachmittagsprogramm unter anderem mit dem Orchester Lausitzer Braunkohle. Als Festtage-Start wird am 22. September in der Welzower Heimatstube ab 17 Uhr eine Bergbau-Ausstellung eröffnet.



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