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Jens-Uwe Hoffmann: Neuer Talk auf altem Terrain am 27.2.

20. Februar 2015 | Von | Kategorie: Cottbus, Top-Themen | | Teilen

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Jens-Uwe Hoffmann ist dieser Tage nicht wirklich entspannt. Seinen neuen „Job“ nimmt er sehr ernst und er freut sich drauf: Freitag ist Premiere für Scheunen-Talk Foto: J. Hnr.

Jens-Uwe Hoffmann kehrt heim und will gegen den Mainstream bürsten:
Cottbus (hnr.). Ob er all die Fragen wirklich zieht, die ihm durch den Kopf wuseln oder zugesteckt werden, muss sich zeigen. Eins will Jens-Uwe Hoffmann vermeiden – den Mainstraem, zu deutsch: Hauptstrom. Den Trott der Masse.
Der Ur-Ströbitzer wechselt das Fach: Nach 22 Jahren als Versicherer und jetzt Event-Vermarkter im Edel-Motorsport steigt er beim Staatstheater als Talkmaster ein. Er war beruflich als Makler außerordentlich erfolgreich. Besser als andere. Vermutlich, weil zwei harte Schulen ihn formten: die NVA und der DDR-Leistungssport.
Bedeutende Meriten hatte der Cottbuser KJS-Schüler, eigentlich auf Leichtatlethik programmiert, als Radsportler nie erreicht. Aber er war dem Team dienlich und später tauglich als Trainer. Beim Armeesportklub (ASK) in Frankfurt/Oder wurde er Cheftrainer und stieg bis zum Major auf. Er stand aber vor dem gnadenlosen Fall, als seine Hoffnungsträger bei Olympia 1976 in Montreal in gleich zwei Disziplinen nur auf Platz vier landeten und ausgerechnet in beiden Fällen die Westdeutschen Gold holten.
Hoffmann zog die Notbremse und klopfte beim Cottbuser Klub an. Die Leichtatlethik brauchte Anschub. Das schaffte Jens-Uwe Hoffmann: Gloria Siebert mit Silber in 100-Meter-Hürden in Seoul, das war schon was. Gabi Reinsch schleuderte den Diskus 1988 auf 76,80 Meter – der Weltrekord steht heute noch!
Zur Wende ernannte Clubchef Werner Bielack den umtriebigen Hoffmann zum Sportdirektor mit der Kernaufgabe, Sponsoring einzuwerben. Der machte in Westberlin bei einer namhaften Versicherung 250 000 D-Mark locker. Als die Manager dort erfuhren, dass ihr Cottbuser Partner bei der Dresdener Bank angestellt war, scheiterte der Deal fast. Hoffmann musste als Versicherer anheuern.
Er hatte den Fuß bei wichtigen Kunden immer als erster in der Tür. Kommunikation ist seine Stärke, kaufmännisch gut untersetzt.
Was er schon lange im Kopf hatte, war ein gutes Talk-Format. Mit straffer Dramaturgie, spannend, tiefgründig. „Es scheiterte aber immer an der Location“ (zu deutsch: einem passenden Ort). Als ihm Intendant Martin Schüler, vom Landesrechnungshof zu besserer Auslastung der Ströbitzer Spielstätte gedrängt, die „Scheune“ zeigte, war er sofort begeistert. „Das passt! Raum, Bühne und Gestühl sind optimal.“ Hier fühlte er sich zudem heimisch. Denn ein paar Schritte über die Straße ist er vor 56 Jahren in die 3. Grundschule eingeschult worden. Die großen Zeiten der Rock-Scheune sind ihm nicht unbekannt.
Jetzt reduziert er musikalisch aufs Klavier. An dem sitzt GWC-Chef Dr. Torsten Kunze.

 

Erste Gäste im SCHEUNENTALK

Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur heißt der Mix im Scheunentalk. Untertitel: Gäste aus dem Land.
So geht’s los:
Holger Kelch ist seit November Oberbürgermeister, jetzt knapp 100 Tage im Amt. Er war zuvor Aufsichtsratschef im CTK. Wohin geht es mit dem Klinikum?
Lutz Stache ist Herr der Glas-pyramide in Döbern. 50 Millionen Euro sind dort investiert. Glas wird nicht mehr geblasen. Konterfeis der Promis der Welt sind sein Geschäft. Wie läuft sowas?
Nico Heßlich eifert dem Weltmeister-Vater nach. Ist die Sportstadt Cottbus weiter weltspitzenfähig?
Marie Heinrich aus Vetschau singt und spielt unter dem Künstlernamen Marie-Joana Saxophon/Gitarre auf Kreuzfahrtschiffen. Was hält sie hier im Spreewald?

 

 


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